Druckschrift 
2 (1791)
Seite
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474und sich mit den Ideen des Schriftstellers be-kannt zu machen. Man muß auch über dieseIdeen selbst weiter nachdenken, und sie ebendadurch in seine eigne Ideen umschaffen. Und jezeitiger man dazu die Jugend gewöhnt, destomehr Gewinnst wird die Volksaufklärung ausder ohnehin schon herrschenden Neigung zurLectüre ziehen.Uebrigens versteht es sich von selbst, daßmehrere von den angegebenen Regeln auchdann, wenn ein Kind in der Schule aus ir-gend einem Buche etwas vorlieset, beobachtetwerden können. Auch dann kann der Lehrerbei den historischen und geographischen Nameneinzelne Erinnerungen machen, die vorkom-menden Kunstwörter erläutern, die Aufmerk-samkeit auf das Wahre und Falsche, dasDunkle und Deutliche, das Schöne und All-tägliche, das Erhabene und Niedrige, dasStarke und Matte, das Sonderbare und Be-kannte in Inhalt und Ausdruck lenken u. s. w.Er kann auch nachher, wenn ein lehrreichesBuch schon auf die Art in der Schule durchge-lesen worden ist, die Kinder das Urtheil fällenlassen, ob es nicht der Mühe werth sey, das-ſelbe zu einer andern Zeit von neuem ꝺurchzu-lesen,