452überall realisirt werden können? Ja! Solltes wohl so unumgänglich nöthig seyn? Er-wartet nicht jedes Lehrbuch ohnehin von demLehrer Entwickelung und Erläuterung?Und wenn er dabei nun immer sich zu den Fä-higkeiten der ungeübtern Kinder herabließ-wenn er diese am öftersten fragte — würdenicht dadurch die mangelnde Verschiedenheit inden Lehrbüchern wenigstens zum Theil ersetztwerden? Den geübtern Kindern würde diesauch nichts weniger als nachtheilig seyn. Siewürden schon durchs bloße Hören an Vollkom-menheit zunehmen, und ihre Begriffe würdenum so viel deutlicher werden. Zwar kehrte Py-thagoras diese Methode um. Bei ihm durften nur die Anfänger schweigend zuhören.Allein diese Anfänger waren nicht Kinder,sondern Erwachsene.Herr Gedike fordert daher auch nicht soviel*). Er macht vielmehr unter Lehrbüchernund Lesebüchern einen Unterschied, undwünscht dann, daß für die niedern SchuleneinIn den „Gedanken über Schulbücher und Kinder-ſchriften. Berlin 1787. gr. 8.
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2 (1791)
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452
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