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2 (1791)
Seite
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409In diesem Falle würde freilich sein Unterrichtnicht mehr gelegentlich heißen können, oder erwürde sich doch zur Erläuterung mancherWahrheit die Veranlassung auf eine unnatürli-che Weiſe erzwingen müſſen. Ich denke mirvielmehr die ganze Sache so: Die practischeReligion müste gleichsam der Mittelpunctseyn, worauf alle übrige Belehrungen eine nä-here oder entferntere Beziehung hätten. Esmüste den Kindern überall auffallend werden,wie wenig man die Lehren von Gott, von Tu-gend und Unsterblichkeit, so, wie sie Jesusverkündigt hat, entbehren könne, wie gering derWerth der Erkenntniß ohne religiösen Sinn sey,und welche Thorheit, welche Bosheit derjenigeverrathe, der gewaltsamer Weiſe die Religionin eine traurige Abgeschiedenheit von seinenbrigen Begriffen und seinem ganzen Lebengt. In jedem Lehrbuche z. B. der Profan-geſchichte, der Naturlehre, der Geographie ꝛc.nüste deshalb, wo es nur schicklich wäre, aufdas eingeführte Lehrbuch der Religion, oderaf das Lehrbuch der biblischen Geschichte zu-ückgewiesen werden. Und diese Winke, wel-natürlicher Weise nur wirklich practischeReingionswahrheiten betreffen könnten, müsteC15dann