408niger nöthige Kosten möglichst zu ersparen,würde ich dabei lieber geradezu das erſtere anrathen. Und daraus folgte dann noch nicht,daß der Schullehrer das ganze Buch erläutern,und jede Religionswahrheit, die darin enthal-ten ist, hervorziehen und entwickeln müste.Inwerden. Die Sprache dieses schönen Lehrbuchs istfreilich mehr wissenschaftliche Büchersprache, altsimpler, populärer Ausdruck. Allein ich rechtferti-ge das immer damit, daß wohl selten ein Predigerin seinen öffentlichen Reden den simplen, populärenAusdruck in seiner Gewalt hat, und daß es alsoauch in so fern sehr gut ist, wenn schon die Kinderauch eine mehr wissenschaftliche Sprache verstehenlernen, damit sie hernach als Erwachsene die Belcherungen des Kanzelredners zur Erweiterung ihrerErkenntniß besser benutzen können. So wie dieAufklärung zunimmt, wird auch die Sprache mehrausgebildet, und im künftigen Jahrhundert wirdalso hoffentlich auch jene Popularität im Ausdruckwelche zeither so hoch gepriesen wurde, ungeachtetsie oft in kindische oder wässerichte Rede ausartete /nicht mehr so unumgänglich nöthig seyn. Dergrößere Haufe wird dann auch wohl schon einkraftvollere, gedrungenere Sprache ertragen kön-nen. Und dazu lassen sich ja auch jetzt schon man-che Voranstalten treffen.A. d. H.
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2 (1791)
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408
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