406Aber — werden Sie fragen — wenn manannimmt, daß in den Schulen der Religions-unterricht nur gelegentlich, und erst nachhevon den Predigern zusammenhängend und— wozusystematisch gegeben werden dürfe.denn in den Schulen ein Lehrbuch? Und die-ſe Frage iſt allerdings nicht überflüßig.scheint auf die Art wirklich beim ersten Anblickin den Schulen kein Lehrbuch der Religionforderlich zu seyn. Allein läßt sich eine solcheGe-B. die Katechismen von Luthern, Lampe u. s.mit andern vertauscht werden müssen. Denn siesind nicht nur in Fragen u. Antworten abgefa(das wäre gerade das wenigste) sondern sind auchviel zu trocken und uninteressant, enthalten zudunkle Ausdrücke, pressen widernatürlicher Weisedie ganze christliche Moral in den Dekalogus ein-schweifen zu oft über die Gränzen der Religiondas Gebiet der Theologie aus, geben viel falschtSchriftbeweise an, lassen manche unentbehrliche Lebere, z. E. von der Wahrheit und Vortreflichkeitchristlichen Religion, ununtersucht, sind dahersonders für Kinder; die einmal in die große Wil-kommen, ganz unzulänglich, und — mit ein-Worte — würden gewiß von ihren Verfasseselbst als unbrauchbar für unsre Zeiten angesehenA. d. H.werden.
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2 (1791)
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406
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