403Antworten auf vorhergegangene, immer auf dienämliche Weiſe ausgedrückte Fragen angefüllethat? Wenn man die Fragen einmal mit an-dern Worten ausdrückt; ſo findet man gröſten-theils, daß sie nichts darauf zu antworten wis-sen. Die Antwort ist in ihrem Gedächtnissenur mit einer einzigen Frage genau verbunden.Und was hat eine solche GedächtnißwissenschaftFache der Religion für Nutzen? Wie kannsie Ueberzeugung wirken?Die Religion ſoll zu einer Vollkommenheitder Seele werden. Wird diese Vollkommen-heit aber wohl durch dergleichen auswendig-gelernte Begriffe und Erklärungen befördert?Wird nicht vielmehr in diesem Falle, sobalddas Gedächtniß schwach oder betrügerisch wird,auch die ganze Religion dahin seyn? Ich ha-es erlebt, daß eine Kranke mir klagte, sieinne nun nicht mehr beten. Warum nicht?ar meine Frage. Weil ich, antwortete sie,ngbrüstig bin. Mein Odem ist zu kurz,auch mein Gedächtniß hat mich verlassen.glaubte also nicht nur schlechterdings lautzu müssen, sondern auch ohne ihre ehe-auswendig gelernten Formeln nicht be-Ce2ten
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2 (1791)
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403
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