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2 (1791)
Seite
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397in allen Wissenschaften Regel, mit demLeichtsten den Anfang zu machen, und zumGlück der Menſchheit iſt in der Religion dasLeichtſte auch gerade das Weſentliche.Also der Schullehrer darf und soll nichtsvon Dreieinigkeit, von zwo Naturen in Chri-sto, von seinem thuenden und leidenden Ge-horſam, von der Gegenwart ſeines Leibes undBlutes im Abendmahl u. dgl. sagen. Dieskann dem Prediger, wenn er die reifern Kinderzur Confirmation vorbereitet, übrig bleiben.Hingegen müssen die Wahrheiten, die ein un-mittelbares practisches Interesse haben, z.B. die Wahrheiten: es ist ein Gott er re-giert die Welt er kennt alle seine Geschö-pfe er will, daß wir gut seyn sollen erhat uns zur Unſterblichkeit beſtimmt in derReligion Jesu finden wir die beste Anweisungdiese Bestimmung glücklich zu erreichen u. s.w., dieſe Wahrheiten müſſen ſchon frühzeitigin der Seele der Kinder feſt gegründet ſiemüssen mit ihrem ganzen Gedankensystem in-nig verwebt, und daher immer durch simple,verständliche Fragen und Gegenfragen gleich-ſam aus ihnen herausgelockt werden, ſo, daßsie