395daß es auch namentlich von der fehlerhaftenMethode beim Religionsunterricht herrühre,wenn die Kinder beim öffentlichen Gottesdien-ſie ſo oft die Geſetze der Andacht und Stilleübertreten. So lange man jene nicht verbes-ſert, wird auch dieſer Fehler wohl kaum ausdem Grunde gehoben werden können.Aber nun zurück von dieser kurzen Aus-schweifungIch komme wieder auf die Me-hode beim Religionsunterrichte selbst.Und da fließt nun aus dem, was ich bisherdavon gesagt habe, schon gleich die natürlicheSchlußfolge, daß der erste Unterricht in derReligion, der den Kindern in der Schule er-theiltRegeln der Moralität verstoßen, und durch schmu-bige Bilder und dergleichen wohllüſtige Begierdenerwecken. Ich glaube wenigstens, solche schlechteLieder könnten nirgends füglicher durch bessere Lie-der verdrängt werden, als in den Schulen. DieAlten würden sie von den Kindern lernen. Wennalso unsere guten Volksdichter, durch die neuesteBekkersche Preisaufgabe aufgemuntert, einmalwerden gesungen haben; so wird vielleicht ihr Ge-ſang am leichſten durch die Schulen ins gemeine Le-den hinübertönen können.A. d. H.
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2 (1791)
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395
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