392chen. Nur gar zu oft fällt das Rührende undFeierliche von ihr hinweg, und an deſſen Stelletritt Kälte und Gedankenlosigkeit.Aber welches wäre denn wohl das Mittel,dieſen Vortheil hervorzubringen? Was ichvorhin von dem gelegentlichen Religionsunter-richte geſagt habe, das gilt in gewiſſer Rück-sicht auch hier.Wenn nämlich der Lehrer bei irgend einerGelegenheit das Herz der Kinder recht erwärmthätte — wenn alles an ihnen gewissermaßenEmpfindung und edle Begeisterung wärewenn sie alle da säßen, durchdrungen von denGefühlen der Liebe, der Ehrfurcht, des Ver-trauens, der Bewunderung für das höchsteWesen und seine Vollkommenheiten — wenngleichsam der Hauch seiner Allgegenwart um sieher wehte, und sie die Wirkungen seines unbe-gränzten Wohlwollens in allem, was sie umgiebt, zu sehen glaubten — und der ehrwürdi-ge Mann träte dann mit dem höchsten Aus-drucke der Andacht in ſeinen Mienen, und mitder frommen Freudigkeit des Christen in ihreMitte, und sagte: „Kinder! jedes untereuch
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2 (1791)
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392
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