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2 (1791)
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391es zu unterlassen. Der Lehrer kann ja nichtwissen, wie sie um diese Zeit gestimmt sind,und womit sie sich kurz vorher beschäftigt ha-ben. Er verwandle also lieber in diesem Falledas gewöhnliche Vorbereitungsgebet in einekurze Anrede, welche eine Aufmunterung zumFleiße, eine Betrachtung über den Werth derZeit, eine vorläufige Aeuſſerung ſeiner Zufrie-denheit mit ihnen, wenn sie den Tag gut be-nutzen, eine Aufforderung zur Dankbarkeitgegen Gott, weil er ihnen Kraft und Gelegen-heit giebt, sich unterrichten zu lassen, eineSchilderung von einem Menſchen, der im Al-ter die Früchte seiner edel angewandten Ju-gendjahre genießt, und dergleichen enthaltenkann. Diese Anrede wird gewiß weit mehrEindruck auf sie machen, als das Hersagen ir-gend eines Gebets.Ich bin indessen weit davon entfernt, denVorſchlag zu thun, daß das Gebet in derIchSchule ganz unterlassen werde. Nein!wünschte nur und jeder Redlichgesinntewird es mit mir wünschen daß man schonhier den Anfang machen möchte, diese wichti-ge Handlung recht rührend und feierlich zu ma-chen.Bb4