Druckschrift 
2 (1791)
Seite
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365sollten also dergleichen Auszüge in den Schu-len dienen? Einzelne Schriftstellen, diezum Beweise der Religionswahrheiten ange-führt werden, findet man auch in andere An-weisungen zur Erkenntniß der Religion ver-webt, und für die nutzbaren biblischen Ge-ſchichten hat man wieder eigene, der Jugendangemessenere Bücher. Auch müste es ohneZweifel den Kindern sehr auffallend seyn,wenn in den Schulen immer nur der Auszug ei-tirt werden sollte, da doch beim öffentlichenGottesdienste, so, wie bei allen andern Gele-genheiten die ganze Bibel citirt würde. Kurz!Ein solcher Auszug müßte, deucht mir, erstallgemeingültiges Anſehen haben, ehe dieEin-Unter den Lesebüchern in unserer Gegend! VomA B C=Buche rücken die leſenden Kinder zum Kate-chism, von diesem zum N. Testament, und von da zurganzen Bibel hinauf. So werden sie also schon vonAnfang an daran gewöhnt, unverdaute Religionsfätzezu plaudern. Und wenn man auch darauf nichteinmal Rücksicht nimmt ist nicht schon jene Stuf-fenfolge im Lesen an sich selbst höchst ungereimt?Wenn das Kind überhaupt leſen kann; ſo kann esja in dem einen sowohl, als in dem andern Buchelesen. Wozu also der Zeitverlust! A. d. H.