331er also jedesmal vorher aufzusuchen, ehe erseine Strafen vollzieht. Denn dadurch be-kommt er Gelegenheit, den Kindern Antrieb zugeben, dieſe Quelle zu verſtopfen, und dieVerſchiedenheit ſeines Urtheils über denſelbi-gen Fehler, die ſich nach der Verſchiedenheit derEntſtehungsart deſſelben richteten, kann oft beiden Kindern den schönen Erfolg haben, daß sienachher behutſam in ihren Urtheilen über an-dere werden. Durch völlig gleiche Behand-lung aber lernen sie den Fehler in jedem Fallevon gleicher Wichtigkeit halten, ohne auf dieNebenumstände dabei Rücksicht zu nehmen.Auſſerdem macht auch offenbar ſchon der ver-ſchiedene Grad der Ehrliebe unter den Kinderndie Beobachtung dieſer Regel nothwendig.Einige können durch eine gelindere Strafe ebenſo leicht gelenkt werden, als andere durch eineſtrengere. Daß aber übrigens die gute oderſchlimme Laune des Lehrers niemals eine ſolcheVerſchiedenheit in den Strafen beſtimmen där-fe, versteht sich von selbst.4) Wenn er ferner zwei Kinder, welche sichum irgend einer Sache willen veruneinigt ha-en, nicht nur bereden kann, sich wieder mit-einan-
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2 (1791)
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331
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