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2 (1791)
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332einander auszusöhnen, sondern sich sogar et-was Gutes zu thun, z. B. einander ein kleinesGeſchenk zu machen, oder ſonſt eine Gefaͤllig-keit zu erweisen; so kann er dadurch für ihrnachfolgendes Leben auſſerordentlich viel Nu-tzen stiften. Ein solcher Uebergang von einerEmpfindung zur andern wird auch, der Erfah-rung nach, den Kindern noch nicht sonderlichſchwer. Nur muß hiebei aller Zwang, auchsogar der Schein davon, wegfallen.5) Ist ein Kind gestraft worden; so muß esvon den übrigen eine kleine Weile abgeſondertwerden. Dies ist schon deswegen nöthig,weil sonst die übrigen das gestrafte Kind nochlange trösten könnten. Und das muß der Leh-rer auf alle Fälle zu verhüten suchen. SeinAnsehen wird dadurch immer geschmäkert,und das Kind wird dadurch immer veranlaßt,ihn für grausam und tyrannisch zu erklären.Zudem befördert auch diese Abfonderung des-ſelben von den übrigen Kindern das Nachden-ken über den begangenen Fehler. Es wird we-niger zerstreut, zieht sich einige Augenblicke inſtille Betrachtung zuruͤck, und nimmt nachher inden meisten Fällen mit guten Vorsätzen seineStello wieder ein.6)