310fen selbst ihr Gewicht, sondern der Lehrerscheint auch Vergnügen am Strafen zu finden.8) Endlich versteht es sich auch von selbst,daß er nie schärfer strafen dürfe, als nöthigist, die Absicht der Besserung zu erreichen.Schärfere Strafen sind unmenschlich, undfruchten nichts. Alle aufbrausende Leiden-schaft muß er deshalb durchaus vermeiden.Sonst giebt er Verlassung, daß man Leiden-schaft durch Leidenschaft, Hitze durch Trotz zuvertreiben sucht. Er äussere dem Fehlerhaftennur eine mit sichtbarer Bekümmerniß vermisch-te Unzufriedenheit, und verschiebe lieber dieStrafe, bis der Sturm der Leidenschaft vor-über ist! Im Zorn geschieht ohnehin leicht zuviel, und durch eine solche Verzögerung würdenachher die Strafe selbst auch noch größere Wir-kung thun. Ja, schon die ängstliche Erwar-tung, worin das Kind dieſe Zeit hindurch er-halten würde, wäre Zusatz zur Strafe.Sie werden den Werth dieser Regeln leichtDie Stra-einsehen können, liebster Freundse mag seyn, von welcher Art sie will — dieseRegeln müssen befolgt werden, wenn der Leh-rer
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2 (1791)
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310
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