Druckschrift 
2 (1791)
Seite
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788tor, daß ich Ihnen einmal seinen ganzen Dis-rürs hieher setze.1Sehr oft sagte er wird ein Kinddurch solche Lobeserhebungen zu dem Glaubengebracht, daß es schon weit genug gekommenſey; wird zurückgehalten von fernern Fort-schritten zu einem höhern Grade von Einsicht,oder wenigstens lernt es alles verabscheuen,was Mühe und Anstrengung erfordert, weil esdieser Mühe und Anstrengung schon überhobenzu seyn wähnt. Es spricht von denen, die we-niger Lob einerndten, in herabwürdigendemTone, wiegt sich selbst in dem täuschenden Ge-fühle der Weisheit ein, und seine meisten undschönsten Kräfte fallen nach und nach in denSchlummer der Unthätigkeit. Jeder seinerFehler bekommt in ſeinen Augen beinahe dieGeſtalt einer Tugend, und es denkt an nichtsweniger, als an die Verbesserung desselben.Es verschließt allmählich seine Ohren vor derwarnenden Stimme einzelner unpartheiischererBeobachter, die es wagen, die gewöhnlicheStimme des Lobs und des Beifalls einmal zuübertönen. Kommt dann noch die Bemerkunghinzu, daß Lob und Beifall nicht allemal wah-ten