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266seyn, sie wahre, natürliche, den Gegenständenangemessene Gefühle von falschen, unnatürli-chen und überspannten Gefühlen unterscheidenzu lehren, ihrer Sinnlichkeit den Verstand ent-gegenzusetzen, und ihre Phantasie weniger miterdichteten Bildern, als mit wirklich vorhan-denen Dingen zu beschäftigen. Auf dem Landewerden diese Regeln auch meist beobachtet.Aber eben deswegen findet man auch dort un-gleich seltner eine romantische oder andächtigeSchwärmerin, als in der sogenannten verfei-nerten Welt, wo die Kunst gröstentheils mehrgilt, als die Natur.6) Endlich folgt auch aus dem angegebenenCharacter des weiblichen Geschlechts von selbst,daß man hier vornehmlich für die Bildung desGeschmacks zu sorgen habe. Dann da ist daseigentliche Fach für Frauenzimmer. Sie ha-ben im Ganzen genommen weder jene Grobheitder Sinne, die uns so oft für alles Schöne un-empfindlich macht, noch jene Vorliebe zu ab-stracten Begriffen, die uns so oft über allesSchöne hinaushebt, und uns zu Pedanten bil-det. Sie nehmen vielmehr die Eindrücke desSchönen leicht und schnell auf, und es kommtalſo