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2 (1791)
Seite
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267also nur darauf an, sie mit den Grundsätzenbekannt zu machen, nach denen sie in der Beur-theilung desselben verfahren müssen. Am be-sten aber geschieht dieses dadurch, daß man ih-re Aufmerksamkeit auf das Schöne in der Na-tur lenkt, die Werke einiger unserer bestenDichter und Redner mit ihnen liest, und ihnendas Schöne in denſelben entwickelt, ſie, womöglich, auch in der Musik das Rührende,das Feierliche ꝛc. bemerken lehrt, und ſie über-haupt zu jener edlen liebenswürdigen Einfaltgewöhnt, welche alles Buntscheckige und Son-derbare, alles Lächerliche und Ungereimte, al-ken Prunk und Flitterſtaat verachtet, und niedurch Kunst die Natur zu verdrängen sucht.Auf die Art wird ein richtiges und lebhaftesGefühl für Ordnung, Uebereinstimmung undRegelmäßigkeit in ihnen erzeugt. Sie hörenauf, an nichtswürdigen Tändeleien Vergnügenzu finden. Ihre Vernunft wird vervollkomm-net, ihr Herz veredelt und für höhere Tugen-den empfänglich gemacht. Ihre äussern Sittenwerden verfeinert, und es eröffnet sich ihneneine Quelle von Freuden, die sich über ihr gan-zes Leben ergießt. Und das alles fordert manmit Recht von Frauenzimmern, die wegen ih-res