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2 (1791)
Seite
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263ansehen, wenn Kinder weiblichen Geschlechtssich der Sorglosigkeit in der Art, sich zu klei-den, ergeben, wenn sie durch freche Minen,ungeſittete Ausdrücke, wohllüſtige Stellungendes Körpers u. s. w. sich auszeichnen, oder,indem andere sich dadurch auszeichnen, ihrWohlgefallen darüber zu erkennen geben.Man muß vielmehr hierin schon frühzeitig übersie wachen; und sollte man ihnen auch keinenandern Grund dagegen angeben können oderwollen, als dieſen: Es iſt nicht ſchicklichwer unter Menschen leben will, muß sich nachihren Sitten und Gewohnheiten richten sowürde doch dieser Grund allein in den mehre-sten Fällen schon ganz hinreichend seyn.4) Auch muß jenem unmäßigen Hange zumsinnlichen Vergnügen, welcher durch das Ue-bergewicht ihrer Empfindung so sehr begünstigtwird, möglichst entgegengearbeitet werden.Man muß ihnen die Gränzen zeigen, ausser de-nen der Genuß des sinnlichen Vergnügens we-der erlaubt noch unſchädlich iſt. Sie überlaſſensich sonst nur gar zu leicht einer weichlichen Le-ckerhaftigkeit, zerstreuen sich in anhaltendenLustbarkeiten, werden leichtsinnig in HinsichtaufR 4