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2 (1791)
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261in bloße Einbildung auflösen lehrt. Hier mußalso der Erzieher hervortreten, um diesenMangel dadurch zu ersetzen, daß er ihnenüberhaupt Empfindungen der Menschenliebeeinflößt. Er muß ihre natürliche Reizbarkeitdurch herzliche Gutmüthigkeit zu mildern, undalles Rauhe, alles Wilde und Aufbrausende,welches ohnehin mit der übrigen Schwächlich-keit ihres Geschlechts so sehr contrastirt, nachund nach abzuschleifen suchen.2) Eben deswegen muß er sich aber auch hü-ten, ihnen viel Schmeicheleien zu sagen.Denn diese machen immer einen tiefern Ein-druck auf sie, als auf Jünglinge, welche mehrzum Nachdenken aufgelegt sind, und mithin ei-ne Schmeichelei auch eher als Schmeichelei er-kennen können. Daher kommts denn auch,daß hernach schon die bloße Entfernung vonSchmeicheleien, und noch mehr eine trockneWahrheit, die ihnen gesagt wird, sie mürrischund unzufrieden macht, oder wohl gar ihrBlut in heftige Wallung setzt. Man vergleichehier nur Frauenzimmer aus der ſogenanntengroßen Welt, gegen welche von ihrer Kindheitan alle Kunstworte der Galanterie verschwendetwür-R 3