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2 (1791)
Seite
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259stande fast ganz unzertrennlich ist. Und was istdaher natürlicher, als daß sie in ihrem Nach-denken durch die geheime, unwillkührlicheWirksamkeit ihrer innern Theile oft gestört wer-den müssen? Was ist natürlicher, als daßdas Gebiet der tiefern Abstraction ihnen nurein unbekanntes Land seyn könne, da der Kör-per ihnen jeden Augenblick von allen Seiten Ge-schlechtsempfindungen zuführt? Ihr Gefühlaber ist dagegen auch um so viel schneller, ihrePhantasie um so viel glänzender. JedesBild wird von ihrer Seele mit doppelter Ge-schäftigkeit ausgemalt. An allem, was ihnendie Sinne darbieten, nehmen sie den wärm-sten, lebhaftsten Antheil. Leicht und anmu-thig fliegt ihr Witz daher, da sie hingegen al-les, was ihren Verstand zu einer höhern unddauerhaftern Anstrengung auffordert, aus ih-rer Sphäre mit süßem Leichtsinn verscheuchen.Ich kann mich nicht dabei aufhalten, dieseGedanken weiter auszuführen. Genug, siesind wahr, und werden durch die Erfahrungbeſtätigt, und der Ausnahmen giebts, wie ge-sagt, nur wenige. Auch ist dieses eine sehrweiſe und herrliche Einrichtung der weiblichenRNatur,