Druckschrift 
2 (1791)
Seite
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258sondere zu einem nützlichen Bürger, der in sei-nem bestimmten Fache der Welt brauchbar ist,erzogen werden.Wenn nun also namentlich vom weiblichenGeschlecht die Rede ist; so muß man auch hiersowohl auf die Natur, als auf die Bestim-mung deſſelben Rückſicht nehmen.Was den erſten Punct betrifft: ſo findensich hier freilich, eben so, wie bei dem männli-chen Geschlechte, gewisse Verschiedenheiten.Allein dessen ungeachtet scheint es im Ganzengenommen ein characteriſtiſcher Zug in der Na-tur des Frauenzimmers zu seyn: Mehr em-pfinden, als denken. Der Ausnahmengiebts hier wenige, und es ist auch wohl kaummöglich, daß man ihrer viele finden sollte.Die ganze Oekonomie ihres Körpers läßt esnicht zu. Zellgewebe, Knochen, Muskeln,Flechsen alles ist hier zarter und geschmeidi-ger, als im männlichen Körper. Ihre Blut-masse ist größer und aufrührerischer, ihre Säf-te sind flüßiger, und die Nerven, welche aufsGeschlecht Bezug haben, weit zahlreicher undausgebreiteter. Erst in hoͤherm Alter mindertsich die Unruhe, die von ihrem körperlichen Zu-stande