257seines Geistes und Körpers? Welches sind sei-ne Anlagen, ſeine Kräfte und Fähigkeiten, ſei-ne Neigungen und Abneigungen? Auf welcherSeite also wird es, wenn es nicht gehörig ge-lenkt und gebildet wird, wohl am ersten aus-schweifen? — Die andere: Wozu ist dasKind wahrscheinlich bestimmt? Und woraufhat man deshalb vorzüglich zu sehen, um es zuseiner künftigen Bestimmung vorzubereiten,und es derselben gemäß zu dem höchsten mögli-chen Grade von Nutzbarkeit zu erheben?Die genaue Beantwortung beider Fragenbeſtimmt nicht nur das Betragen des Lehrersund Erziehers, sondern auch die Art und denUmfang der Lehrgegenstände. Denn einKind, welches z. B. eine große Anlage zumBeobachten und stillen Nachdenken hat, erfordertnatürlicher Weise eine ganz andere Behandlung,als ein flüchtiges, mit geringern Seelenkräftenausgerüstetes Kind, und eben so erfordert auchder künftige Landmann in vielen Stücken eineandere und ausgebreitetere Erkenntniß, alsder künftige Künstler oder Gelehrte. Jedermuß nicht bloß im Allgemeinen zu einem gutenund geschickten Menschen, sondern auch insbe-nemR
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2 (1791)
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257
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