252Uebrigens versteht es sich freilich von selbst,daß es nicht nachtheilig, daß es vielmehr vor-theilhaft ſey, wenn die Schüler ſelbſt den wirk-lichauch geleugnet werden, daß der Lehrer und Erzie-her alles benutzen müsse, was vorzüglichen Ein-druck auf seine Zöglinge machen kann. Jeder Um-stand muß ihm willkommen seyn, wenn er fähig ist,irgend etwas zur Beförderung der wichtigen Zweckeseines Amts beizutragen. Und eben deswegen darfer auch jene Macht der Vergleichungen keineswegesganz vernachläßigen. Wie also! wenn er Kinder,welche besonders fleißig gelernt hätten, in die Vor-zeit zu versetzen, und ihre jetzigen Kenntnisse mitden vorhergehenden, ihr jetziges Vergnügen da-bei mit ihrem ehemaligen ungleich geringern Ver-gnügen zu vergleichen suchte? — Ich glaube sicher,diese Verfahrungsart würde allen möglichen Scha-den geflissentlicher Lobeserhebungen entfernt halten.Nur müste er nicht vergessen, die Erinnerung hin-zuzusetzen, daß es nun auch nöthig sey, auf diesemWege fortzuwandeln, weil sie noch lange nicht denerreichbaren Grad von Vollkommenheit erlangt hät-ten. Ohne diese Erinnerung könnte auch eine Ver-gleichung von der Art wieder nachtheilig werden.Wie viel Behutsamkeit gehört nicht dazu, wenn einLehrer den grösten möglichen Nutzen stiften, und diegeheimen Grundzüge zu nachherigen Leidenschaftennicht noch weiter ausmalen will? —A. d. H.
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2 (1791)
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252
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