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2 (1791)
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251lich milden Lichte. Ein Zwerg neben einemRiesen macht in unsern Augen sich selbst kleiner,und den Riesen größer, als er eigentlich ist.Schwarz neben weiß sticht am allermerklichstenab. Und so verhält sichs in jedem andern Fal-le. Die Kinder sind daher ohnehin sehr ge-neigt zu solchen Vergleichungen. Schon zeitigstellt der Knabe sich neben seinen Vater auf denStuhl, und glaubt alsdann so groß zu seyn,als er. Und wenn nun alſo zwei Kinder mit-einander zum Nachtheil des einen, und zumVortheil des andern verglichen werdenkann wohl diese Vergleichung anders, als fürbeide Theile schädlich seyn? Wird nicht daseine Menschlein sich stolz über das andere erhe-ben, und sich dadurch den Neid, den Haß,die Verfolgungen desselben zuziehen? Wirdes nicht nachher seines Stolzes wegen sich umso viel tiefer gekränkt fühlen, wenn es einmalwieder mit noch beſſern Kindern verglichenwird? Und kann nicht eine solche tiefe Krän-küng mit der Zeit eine völlige Betäubung seinesGefühls für Lob sowohl, als Tadel nach sichziehenUebri-*) So wahr dies alles ist, so wenig kann es doch###VonEinzug der Schuldner auch