250der Gegenstand derselben wird ihnen dadurchsogar verhaßt. Ausserdem werden die meistendadurch nur noch mehr verstockt, und beharrenum ſo viel feſter auf dem Endſchluſſe, nichtAcht zu geben. Man erreicht daher auch alle-mal seine Absicht besser, wenn man sie nur be-dauert und bemitleidet, und ihnen seine Be-kümmerniß über die Verblendung zu erkennengiebt, womit sie ihr eignes, künftiges Glückuntergraben. Auch das ist empfindlicheStrafe.6) Stellen Sie aber auch nicht das fleißige-re Kind seinen Mitschülern und Mitschülerin-nen, als ein Muster zur Nachahmung dar!Dies ist ein Fehler, worin so viele Lehrer ver-fallen, ungeachtet es sehr natürlich ist, undsehr leicht von ihnen bemerkt werden könnte, daßſolche Vergleichungen jedesmal auf die menſch-liche Seele, und gewiß auch auf die Seele derKinder, ungemeinen Eindruck machen. ZweiDinge von verſchiedenem Werthe, von ver-schiedener Größe, von verschiedener Farbe,wirken, nebeneinander gestellt, immer amheftigsten. Die sanfte Tochter einer stölzen,auffahrischen Mutter erscheint in einem vorzüg-lich
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2 (1791)
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250
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