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2 (1791)
Seite
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249ner Erkenntniß thut; so bemühen Sie sich, ihmden Sieg über andere Kinder zuweilen zu er-leichtern, damit mehr Eifer und Thätigkeit,und mehr Selbstvertrauen in ihm erweckt werde:Denn wollten Sie daſſelbe auf eine kraͤnkendeArt zum Fleiße ſpörnen; ſo würde das Gefühlseiner Schwachheit diesen Kränkungen den An-strich der Ungerechtigkeit geben.4) Ueberhaupt müssen Sie jede Art von em-pfindlicher, Verachtung erzeugender, Beschä-mung sorgfältig vermeiden. Sonst wird dasKind, welches bisher weniger fleißig lernte,nur muthlos. Es bemerkt die Vorzüge der an-dern mit Widerwillen und Mißvergnügen, undübt sich, um jenen Widerwillen und diesesMißvergnügen sich zu erleichtern, in derSchamlosigkeit. Schon die Erfahrung lehrtes leider! nur zu oft, daß dies der gewöhn-lichste Erfolg davon sey.5) Nicht einmal vorsätzlich träge Kinderdürfen durch strenge, demüthigende Verweiseoder Züchtigungen zum Fleiße angetrieben wer-den. Denn Aufmerksamkeit läßt sich nicht nurnicht auf diese Art erzwingen, sondern auchder05