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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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BEDEUTUNG DER AUSSTELLUNG

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gebirge, zumal unserer Alpen, in der Natur mit eigenen Augen gesehen, mochte bei der Betrachtungdieser Anlage, in schönen Erinnerungen schwelgend, sich zurücksehnen zu jenen herrlichen, lachendenGefilden. Der Herrn Arends von der Ausstellungsleitung zur Verfügung gestellte Platz war, wie schonerwähnt wurde, eine lange Böschung, ein unansehnliches und in mancherlei Beziehung ungünstigesTerrain von etwa 500 bis 600 qm Flächeninhalt, welches am Bürgerbräu einen Höhenunterschiedvon 3 m aufwies und mit einer Breite von 19 m beginnend, nach Norden in einen spitzen Zipfelauslief. Bei einem solchen, für einen Alpengarten verhältnismäßig kleinen Platz hing der Effekt,wie überhaupt bei jeder derartigen Anlage, ganz abgesehen von den sonst noch zu erfüllenden Be-dingungen, von der geschickten Ausnutzung der Fläche, von der richtigen Verteilung des Stein-und Pflanzenmaterials und von der Gestaltung des Gesamtterrains ab. Keiner dieser wichtigenPunkte wurde außer acht gelassen und so entstand ein wahres Paradies, welches uns in seinenwesentlichsten Zügen ein Hochgebirgsbild vortäuschte. Die Felsenanlagen wurden von dem imRheinlande allbekannten Grottenbauer Herrn Peter Baum aus Mülheim am Rhein aufs beste undsorgfältigste, nach einem von ihm vorher angefertigten Modell, welches auch den Beifall der Aus-stellungsleitung fand, ausgeführt.

Als Grundidee für die Ausgestaltung des Terrains hatte sich Herr Arends die Umwandlungder Böschung zu einem Gebirgsabhang gewählt. Längs der ganzen oberen Böschungskante entlangzogen sich kompakte Felsmassen, welche teils zurücktretend, teils vorspringend, bald steil abfallend,bald langsam sich nach unten verlaufend, den Charakter eines Gebirgsabhanges vortrefflich zurAnschauung brachte. Der Lebensnerv, die Seele einer jeden größeren Alpinenanlage, ist einsprudelnder Quell. Auch hier fehlte er nicht. Von einem der Hauptfelsblöcke kommend, plätscherndund rauschend über Felsen hinweg, speiste er allmählich ein Bächlein, das in anmutigen Win-

Ansicht des Felsengartens von Osten