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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

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C. von Lennep, Obstbauinspektor der Rheinprovinz, Schulz,Frhr. A. v. Solemacher, Garteningenieur Fr. Keerl

Dauerausstellung des holländischen Auktionsvereins Over-Betuve, Arnheim, Holland

Die Regierungen dieser Staaten haben dort allerdings hierfür große Summen zu Versuchszweckenund zu deren Durchführung geopfert. Leider war es in Düsseldorf nicht möglich, derartig auf-bewahrtes Obst vorzuführen, was sehr bedauerlich war; denn dieses Verfahren hat unstreitig füruns noch eine große Zukunft. Düsseldorf lehrte, daß wir in gewissen Artikeln, wie Ia. spätenWinterbirnen, Spätpfirsichen usw., hinter dem Auslande zurückstehen und ihm tributpflichtig bleibendürften, während wir z. B. in feinen Herbstbirnen dasselbe nicht zu fürchten haben. Diese Herbst-birnen in Ia. 'Ware zu produzieren und dann in Kühlhäusern und Refrigeratoren bis zum Winteraufzubewahren, kann noch für den deutschen Tafelobstbau ein lohnender Artikel werden. Außerdemist die Kultur der späten Winterbirnen eine insofern auch kostspieligere und weniger sichere, alswir noch immer keine absolut zuverlässige, fruchtbare, schöne, große, späte Winterbirne zur erweitertenKultur besitzen; hier hätte die Arbeit unserer erfolgreichen Züchter von Neuheiten einzusetzen.

Es weht ein frischerer Wind auf dem Obstbaugebiete über Deutschlands Gauen. Vieles Veraltetestürzte, vieles muß noch fallen. Die größte Arbeit hierbei fällt naturgemäß nicht in das Gebietder Ausstellungen; aber diese sind auch in Zukunft dazu berufen, innerhalb ihres Rahmens an derAusgestaltung deutschen Obstbaues und Handels tätigen Anteil zu nehmen. Aber auch dieseZukunftsausstellungen dürfen nicht auf ihrem errungenen Standpunkte stehen bleiben, sie müssensich den Forderungen der fortschreitenden Zeit anpassen und in enger Fühlung mit dem praktischenObstbau stehen. Durch Tinte und Kathederweisheit ist dem deutschen Obstbau nicht zu helfen,denn er ist lebendig und wurzelt in der Praxis und den hieraus sich ergebenden Lehren. Möchteder Kampf des einzelnen gegen den andern, der Streit um theoretische Nichtigkeiten, um Kronen-und Wurzelschnitt und ähnliche Dinge, die leider so lange die Signatur des deutschen Obstbaues