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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

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Auch Norwegen brachte eine sehr schöne Sammlung seines Exportobstes, unter welchem imbesonderen eine Anzahl Sorten gut entwickelter Frühäpfel hervorzuheben ist.Auch die belgischen Einsendungen machten einen guten Eindruck.

Internationale Oktober-Ausstellung. Französische Abteilung, Grosse Haupthalle.

Amerikas Beteiligung war leider, trotzdem eine größere Ausstellung von dort in Aussicht gestelltwar, nicht perfekt geworden. Es wäre sonst sehr interessant gewesen, die Art der Vorführungdieses Landes, das seinen Schwerpunkt nur auf Massenanbau und Export legt, mit der ähnlicheZiele verfolgender Länder vergleichen zu können. Um die amerikanische Einfuhr hat sich aucheine Legende gewoben und derriesige amerikanische Äpfelimport" ist ein weiteres Schlagwort derprüfungslos nachbetenden Menge geworden. Bis jetzt noch ist der amerikanische Äpfelimport imVerhältnis zum Gesamt-Obstimport in Deutschland nur sehr gering; er beträgt im Durchschnitt derletzten vier Jahre 1901 bis 1904 nur 2,06 Millionen Mark pro Jahr, also nicht ganz 14 °/o des Durch-schnitts-Äpfelimports in der gleichen Zeit. Es besteht für uns im Obstimport nur insofern eineamerikanische Gefahr", als man bei dem zielbewußten, rücksichtslosen und praktischen Sinn diesesauf großen Flächen und mit riesigen Mitteln arbeitenden Volkes, hierbei unterstützt von einer opfer-willigen Regierung, sehr leicht plötzlichen Überraschungen ausgesetzt sein könnte.

Die Einzelsorten, zu deren Ausstellung und Wettbewerb wir nunmehr übergehen, waren un-gewöhnlich reich, einzelne Sorten wie z. B. Wintergoldparmäne mit 122, Canada Reinette mit 97,Grafensteiner mit 81, Schöner von Boskoop mit 78, Baumanns Reinette mit 74, Ananas Reinettemit 73 und Landsberger Reinette mit 69 Bewerbern vertreten. Leider mußten auch diese in dreiverschiedenen Hallen aufgestellt werden. Gleich wie bei der August-Ausstellung zeigte es sich, daßdeutsche Äpfel vollauf in der Lage sind, mit ausländischen zu konkurrieren, daß aber Frankreich unsin großen, schön ausgebildeten und wohlschmeckenden Spät- und Wintertafelbirnen voran ist. Wennauch die Zucht des weißen Wintercalvill einige besonders bevorzugte Himmelsstriche und dieKulturen besonders intelligenter und erfahrener Züchter ausgenommen im allgemeinen keine großeZukunft für deutsche Verhältnisse haben mag, so muß es um so mehr als ein großer Erfolg Deutsch-lands betrachtet werden, daß der erste Preis für die schönsten und bestausgebildeten weißenWintercalvill an eine rheinische Herrschaftsgärtnerei fiel. Für den Fachkundigen war diese Einzel-sortenausstellung die lehrreichste. Trotz des Einflusses der klimatischen und der Bodenverhältnisse,