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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN
Die Ausstellung sollte bis auf „Handelsobst, Obstbäume und Obststräucher" eine internationale sein.Durch eigenartige und zweckentsprechende Preisaufgaben hatte man es im besonderen verstanden,die Obstzüchter aus ganz Deutschland zu dem deutschen Handelsobst-Wettbewerb heranzuziehen.
Zum erstenmal auf einer Ausstellung waren Preisaufgaben für Verkaufsmusterausstellungen mitder Forderung gestellt, daß hinter den ausgestellten Früchten bestimmte Verkaufsmengen vorhandenseien. Je nachdem Einzelzüchter, Gemeinden, Obstbauvereine und Obstbaugenossenschaften, Land-wirtschaftskammern, Landes- und Provinzialverbände und Kreisverwaltungen in Konkurrenz traten,waren die geforderten Verkaufsmengen bemessen. Von den in 10 Kilo ausgestellten Fruchtsortenwurden je ioo, 500 und 1000 Kilo Verkaufsfrüchte verlangt, welche tatsächlich im Besitze des Aus-stellers zum Verkauf vorhanden sein sollten. Die verschiedenen Preisaufgaben forderten je 3 bis 10Sorten Äpfel und Birnen, so daß bei der Konkurrenz um die 10 Sorten nicht weniger als 10 mal 1000gleich 10 000 Kilo Früchte und von jeder einzelnen dieser 10 Sorten je 1000 Kilo gleich 20 Zentnergleichartiger Verkaufsware vorhanden sein mußten. Die Förderung von Absatz und Obsthandelmuß für die nächste Zeit in demselben Maße die vornehmste Sorge aller beteiligten Kreise sein,als Millionen der jährlich gepflanzten Obstbäume ihre sich jährlich steigernden Ernten zu Marktebringen werden. Die Düsseldorfer Oktober-Ausstellung bewies mit den Preisaufgaben, daß sie, undzwar als die erste deutsche Obstbauausstellung, auf diesem Wege voranzugehen bestrebt war.
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Aussteller der Internationale Oktober-Ausstellung sprünglich für
vorangegange- Obst- und Gartenbauverein für den Kreis Worms, Grosse Haupthalle dasaneemeldete
nen Ausstellun- Obst für aus-
reichend erachteten Räume erwiesen sich als viel zu klein. Es war eine technische und einefinanzielle Unmöglichkeit, 14 Tage vor dem Schluß der Düsseldorfer Gesamtausstellungen noch neuegroße Hallen zu errichten. Deshalb mußte das Obst in den verschiedensten Hallen und Räumlich-keiten, leider zum Schaden für den Gesamteindruck, aufgestellt werden. Die große Haupthalle, inwelcher nach dem Plane jedes Land Gelegenheit erhalten sollte, das Beste und Schönste seinerFrüchte auszustellen, war leider durch die vorhandenen, sehr ausgedehnten Palmengruppen räumlichsehr beschränkt worden.
Wenn es trotzdem gelungen ist, die Wünsche deutscher und fremdländischer Aussteller zubefriedigen, so muß allen, und im besonderen den deutschen Ausstellern, von denen auch eineVertretung in der Haupthalle war, dafür gedankt werden, daß sie sich wegen der großen einge-sandten Obstmengen oft noch mehr als das Ausland mit kleineren, ihnen zugewiesenen Räumenbegnügen mußten.
Angesichts der großen Beschickung war es keine leichte Aufgabe für das Internationale Preis-gericht, seines Amtes zu walten; es hat sich unter dem Ehrenvorsitz des Senators und früherenLandwirtschaftsministers Viger-Paris und dem Vorsitz des Fürsten Anatol Gagarin-Petersburgmit größter Gewissenhaftigkeit und treuer Arbeit dieser Aufgabe unterzogen; an dieser Stelle sei denMitgliedern des Preisgerichtes nochmals der aufrichtigste Dank gezollt.
Deutschland beherrschte die Ausstellung, und zwar nicht nur, wie es bei einer großen deutschenAusstellung selbstverständlich war, mit seinen Mengen. Im höchsten Grade erfreulich ist es fürden Berichterstatter, nicht nur als sein eigenes, sondern auch als das Urteil sehr vieler deutscher