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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

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Saisonumsatz von 600000 Kilo Kirschen. In ähnlich großen Zahlen bewegen sich die Ernten vieleranderer Gegenden in Sachsen, Brandenburg und den Rheinlanden.

jjj t Besonders lehrreich waren die im Programm vorgesehenen und demgemäß vorgeführten ver-schiedenen Verpackungsarten für Post- und Bahnversand. Nicht nur dem Fachmann mußten dieVorteile und Nachteile auffallen, welche sich, je nach der Zweckmäßigkeit ihrer Verpackung, an denausgestellten Früchten geltend gemacht hatten. Lose verpackte, schlecht und ungleich gefärbte, nichtnach Größe sortierte Früchte traten neben den sorgfältiger behandelten weit zurück.

Die deutschen Züchter hatten den Schwerpunkt ihrer Verpackung auf den Großversand, dieFranzosen fast ausschließlich auf eine durchdachte zweckmäßige und, darüber hinaus, auch auf Luxus-verpackung kleinerer Mengen gelegt. In Schachteln oder Holzkistchen auf einer Moosunterlage mitPapierüberlage ruhten die Früchte, sorgfältig aneinandergereiht, während der Reise mit frischenBlättern und darüber wieder mit Papier bedeckt.

Büderich bei Neuß stellte durch seinen Ortsverband schöne Früchte — zumeist seiner Erdbeer-Lokalsorte „Büdericher volltragende" — in einer originellen Verpackung sehr wirkungsvoll aus. Auchder zweckmäßig gebaute Obstwagen eines Neußer Züchters für den Transport von Neuß zum Düssel-dorfer Markt fand vielseitiges Interesse.

Der französischen Aussteller Treibobst, ebenso ihre Erdbeeren und Kirschen waren vonunvergleichlicher Schönheit und Güte. Für die sorgliche und geschmackvolle Verpackung, für diegefällige Art der Aufstellung können wir keine besseren Lehrmeister finden.

Holland war vielfach und auch gut vertreten. Nur die von ihnen angewendete Verpackung derErdbeeren in Watte, welche sich von den Früchten nicht wieder trennen ließ, versagte.

Das Gesamtbild dieser Juni-Ausstellung zeichnete sich durch Schönheit der ausgestellten Früchte,durch Eigenart der verschiedenen Verpackungen und durch einen besonders geschmackvollen Aufbauder meisten Ausstellungsnummern aus. Man sah wohl, daß manche deutsche Aussteller es ver-standen hatten, sich das Beispiel der Ausländer auf der vorangegangenen ersten Mai-Ausstellung inDüsseldorf zunutze zu machen.

Der Kirschenbau ist in manchen Gegenden Deutschlands durch seine verschiedenen Feinde— Monilia, Krebs, Kirschbaumsterben — gefährdet; ,um so erfreulicher war es, auf dieser Aus-stellung zu sehen, daß Sorten vorhanden sind, welche den Krankheiten mehr Widerstand leistenund große Reinerträge liefern. Es muß die Aufgabe aller Beteiligten werden, nur solche Widerstands-

Blick in die Internationale Oktober-Ausstellung. Einzelaussteller