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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

Blumenspende für Ihre Majestät die Kaiserin von Rudolf Böhm-Dresden

Diese Ausstellung konntenur in kleinerem Rahmenstattfinden, aber sie gestaltetesich zu einer ganz eigen-artigen. Als Blumenfarbe warfür alle Zusammenstellungen„gelb" vorgeschrieben, dennes galt einmal die dekorativeWirkung einer einheitlichenFarbendurchführung zu zeigen,dann sollte die Ausstellungaber auch dazu dienen, dasVorurteil und die Abneigunggegen die gelben Blumenbeim großen Publikum zu be-kämpfen. Ein solch einge-wurzeltes Vorurteil ist selbst-verständlich nicht mit einemSchlage zu beseitigen, aberdiese Ausstellung wird einwesentlich Teil dazu bei-

schmuck hatten die Berliner als Vorwurffür ihre Kollektivausstellung gewählt. Auchmanche Einzelfirmen hatten Kollektiv-ausstellungen veranstaltet. So hatten dieFirmen J. C. Schmidt und TheodorHübner, beide aus Berlin, Georg Kempeund Gebr. Marx, Düsseldorf, je einzelneRäume mit ihren wundervollen Blumen-arbeiten in wirkungsvollster Weise ge-schmückt. Unter den Einzelwettbewerbendes Programms, es waren im ganzen 64,erregte der erste das größte Interesse.„Blumenspende für Ihre Majestät dieKaiserin, als Huldigung der Kunst- und Gar-tenbau-Ausstellung gedacht". Die Kaiserinhatte sich huldvollst bereit erklärt, die mitdem ersten Preise ausgezeichnete Arbeitentgegenzunehmen. Die Firma GebrüderMarx in Düsseldorf ging hier als erste ausdem Wettkampfe hervor, und so fällt denndie hohe Ehre auf die Stadt zurück, vonwelcher das ganze Unternehmen ausging.Den zweiten bezw. dritten Preis bei diesemWettbewerb errangen die Firmen Johs.Mortensen, Hamburg-Altona, undRudolphBöhm, Dresden.

Bei den übrigen Wettbewerben war soziemlich alles vertreten, was von Blumen-spenden vorkommt. Von der 'Wiege biszum Grabe begleiten die Blumen denMenschen durchs irdische Leben, und sowar denn auch hier vom Geburtstags-sträußchen und Taufkranz bis zur Trauer-blumenspende alles vorhanden.

Den Schluß im Reigen der Bindekunst-ausstellungen bildete die Sonderausstel-lung „Chrysanthemum" vom 20. bis 23.Oktober.

Bindekunstausstellung von J. C. Schmidt-Berlin im Vestibül des Kunstpalastes

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