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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG AUF DEM GELANDE

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Düsseldorfer Kollektivausstellung

Ganz andere Aufgaben haben große Gartenbauausstel-lungen, die während des ganzen Sommers vom Frühjahrbis in den späten Herbst hinein dauern. Zum erstenmalwurde eine solche 1897 in Hamburg und zum zweiten-mal im Jahre 1904 in Düsseldorf durchgeführt.

Der Gedanke, die Kulturen der ganzen Vegetations-periode vom Frühjahr bis zum Winter in einer einheit-lichen Gesamtordnung vorzuführen, stammt vom Verfasserdieser Zeilen und wurde zuerst auf der 1897 er großenHamburger Gartenbauausstellung, deren geistiger Urheberund fachmännischer Leiter er war, in die Tat umgesetzt.Der Zweck solcher Ausstellungen:die Lust und Liebezu den Pflanzen in alle Schichten der Bevölkerung hinein-zutragen" wurde in Hamburg in vollem Maße erfüllt.

Der unbestrittene Erfolg des Hamburger Unternehmensmachte es dem Vorsitzenden der Düsseldorfer Ausstellung wünschenswert, meine damals gesam-melten Erfahrungen zu verwerten. So wurde ich erst als Ratgeber berufen und übernahm dann,gefesselt von der Bedeutung und dem Umfange der gestellten gewaltigen Aufgabe, im Ehrenamtdie fachmännische Gesamtleitung der Anlagen und die Anordnung der Ausstellung im Freien.

Die langdauernden Ausstellungen erfordern naturgemäß in der Schaustellung einen schnellen undumfassenden Wechsel der Ausstellungsobjekte. Im freien Gelände wird die durchgreifende Ver-änderung mit den schönblühenden Arten der Frühjahr-, Sommer- und Herbst-Periode mindestensdreimal stattfinden müssen, in den Hallen der Wechsel aber in der Regel sogar allwöchentlich, umdas Ziel, die blühenden und nicht blühenden Arten möglichst vollständig vorzuführen, zu erreichen.In den Hallen sind die blühenden Arten auch kaum länger als eine Woche tadellos zu erhalten.Daß eine solche Gartenbauausstellung im Vergleich zu anderen großen langdauernden Aus-stellungen weit größere Anforderungen an die Tätigkeit der Ausstellungsleitung zur Beschaffung desAusstellungsmaterials, wie auch an die Aussteller selbst stellt, ist erklärlich. Die größten Sorgenund Mühen beginnen erst mit der Eröffnung der Ausstellung und steigern sich während derDauer der Ausstellung, weil immer für blühende Pflanzen gesorgt werden muß. Aber diegroße Arbeit trägt ihren Lohn in sich, denn es ist eine wichtige, soziale Aufgabe, die Lust undLiebe zur Pflanzenwelt so populär zu machen, daß sowohl die großen Schichten der Bevölke-rung mit ihren einfachen Anforderungen an das Leben, wie auch die höheren Gesellschafts-klassen die Pflege der Pflanzenals eine der schönsten Be-schäftigungen ihrer Muße an-sehen. England kann unsdarin als mustergiltiges Beispieldienen, denn in diesem altenKulturlande ist die Pflege derPflanzen bei reich und armvollständig eingebürgert undförmlich zum Sport ausgebildet.Für den Menschen gibt esja auch auf dieser Welt nichtsschöneres und lohnenderes,als die Pflanzenwelt in ihrerreichen Mannigfaltigkeit undin ihrem reizvollen Wechselzu beobachten und die ver-schiedenen Arten zu pflegenund zu entwickeln. Selbst inder einfachsten Häuslichkeitsind Blumen und Pflanzen einunersetzliches Hilfsmittel, dasHeim wohnlich zu machen.Der Familiensinn wird durchdie gemeinsame Pflege gestei-Düsseidorfer Kollektivausstellung gert und im Hause eine Quelle

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