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AUSSTELLUNG AUF DEM GELANDE
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Ausschmückung der Betonwerke
Die Aufhebung der Alleestraße vor demKunstpalast und die Verlegung dieser Haupt-promenade bis hart an die große Ausstellungder deutschen Betonfirmen von 1902 ermög-lichte hier die Herstellung einer großen un-geteilt wirkenden Grünanlage, die mit ihrenmächtigen schönblühenden aber einfarbigenBeetpartien einen der vornehmen Architekturdes Palastes würdigen, stimmungsvollenVordergrund abgab. Von der Hauptpro-menade aus erschien jetzt Kunstpalast undGrünanlage als ein einheitlich und harmonischwirkendes Gesamtbild.
Zu der großartigen Fassade des Kunst-palastes mußte der Grünanlage auch ein ge-waltiger und einheitlicher Charakter gegebenwerden, wenn sie zusammen harmonierensollten; die Grünanlage durfte deshalb, beider im Verhältnis nur geringen Breite, auchnicht mehr durch einen Hauptweg etwa auf das Mittelportal zu geteilt werden, da dann auf beidenSeiten zwei im Verhältnis zum Ganzen nur kleinlich wirkende grüne Flächen entstanden wären.Durch die in regelmäßige Formen eingeteilte Grünanlage wurde auch noch, vom Kunstpalastaus gesehen, eine außerordentlich glückliche Wirkung dadurch erzielt, daß sie mit den in der Achsedes Hauptportals gelegenen sehr schönen Kaskaden des Betonwerks eine zusammenhängende großeAnlage im italienischen Terrassencharakter bildete und damit einen großen sich bis zum Rheinerstreckenden, architektonisch gegliederten Garten des Kunstpalastes entstehen ließ, der für diespätere definitive Gestaltung des Terrains vor dem Kunstpalast mit die Grundlage bilden dürfte.
Der Pflanzen- und Blumenschmuck dieser jetzt als ein Ganzes erscheinenden Partie war denVerhältnissen entsprechend in einfachen einheitlichen Farben gehalten und zeigte dadurch so recht,wie viel mächtiger diese Gleichartigkeit in der Farbenwirkung gegen die sonst viel beliebte Mischungvieler Farben wirkt, die bei so großen Verhältnissen nur einen unruhigen und kleinlichen Eindruckhervorgerufen hätte.
Geradezu überwältigend war hier der Eindruck der Frühjahrspflanzung, welche ca. 4000 Azaleamollis und ca. 20000 Vergißmeinnicht in je einer Beetpartie mit 7000 Tulpen vor dem Kunstpalastevereinigte, sowie die Sommerpflan-zung mit ca. 2000 Canna undgroßen dunkelblauen Lobelien-beeten, die sich gegen große Par-tien leuchtendroter Pelargonienprächtig abhoben.
Auch die Kaskaden und dieBrüstungen des Betonwerkeswurden mit Pflanzen und Blumengeschmückt und für alle Brü-stungen und Bassineinfassungenganz regelmäßig, den architekto-nischen Linien folgend, nur wilderWein und Pelargonien peltatumals hängende Pflanzen verwendet,während die Wasserbecken selbstmit Wasserpflanzen bepflanztwaren. Das frische Grün und derreiche Blumenschmuck wirktengegen die graue Farbe der großenSteinmassen der Wände äußerstlebendig und erfreulich.
Die Ausgestaltung der anderenGeländepartien der Ausstellung
■wurde, wie schon erwähnt, durch
Geschorene Taxus und Buxus von W. Tapsvoort in Aalsmeer