DIORAMA
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Der höchst seltene Schnabeltaucher, erst kürzlich entdeckt;da den Römern unbekannt, existiert kein lateinischer Namefür ihn.
Die Riesenschildkröte.
Die Suppenschildkröte (mocturtula odorata).
Der jetzt viel umstrittene
PERSISCHE MEERBUSENfolgt nun.
Wohl eins der farbenprächtigsten Meeresbilder bietet erdurch seine seltene Fauna und Flora. Zuerst fallen hier diehöchst seltenen Fahaks auf (Tetrodon dentista). Dieselbenzeichnen sich durch ihr wundervolles Gebiss aus und ihretiefdunkle, an Bocksbeutel erinnernde Färbung.
Dann folgen verschiedene Spielarten der persischen Sonnen-fische.
Piscis solemnis aureus Kammunis, harmlose Tiere undgute Kameraden.
Die „Schnippen" (Piscis Sandalicus com.).
Diverse Polypen und das sogenannte Glastier mit Polypenim Hintergrund.
Die prachtvolle Edelkoralle.
Seepfeffer (Papaver maritim.).
Orgelkoralle.
Auf dem Boden Haifischeier, ein Haimännchen und derIgelfisch.
Jetzt nähern wir uns den heimischen Gewässern, demNÖRDLICHEN ATLANTIK, NORDSEE UND SKAGERAG.
In engem Räume zusammengedrängt begrüssen wir hieralte Freunde und gern auf unserer Tafel gesehene Bekannte.
Nicht trennend, sondern verbindend zieht sich das deutscheKabel von Emden durch die Fluten.
Sämtliche Bewohner aufzuzählen, ist wohl wegen derBekanntschaft mit ihnen unnötig.
Erwähnen wir nur den grossen Kraken oder Octopusvulgaris.
Die Austernbank (nur für Erwachsene) nebst den Jungenan den Felswänden.
Diverse frische Hummer. Hier stossen uns auch die sobeliebten Kieler Sprotten zum erstenmal auf.
Der gemeine Bücking.
Stockfisch.
Der ff Malosol-Kaviar, wie er auf dem Meeresboden wächst,sowie der sogenannte grobkörnige Lazaret-Kaviar etc. etc.
Den Rheinländern eine besondere Freude zu machen, istes uns gelungen, ein Stück des Rheines, und zwar seinesromantischsten Teiles, hierher zu bringen.
Wir befinden uns auf dem Grunde des Heerdter Lochs,eine halbe Stunde von hier (3 km).
Hierher hat bekanntlich der Sänger den Schauplatz desschönen Liedes verlegt: ,,Es liegt eine Krone im grünenRhein". Wir sehen das Rheingold im Sande schimmern, voneinem Drachen bewacht, welcher in den Trümmern einer ver-sunkenen Kaiserpfalz haust
Möge es uns gelingen, das Gold bald zu heben!
HochachtungsvollADOLF LINS und FRITZ VON WILLE.
Düsseldorf, 1. Mai 1904.
Diorama-Gebäude
mmsm