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KUNSTHISTORISCHE AUSSTELLUNG
bildung der Schauwand aus derAllerseelenkapelle im Kreuzgang desAachener Münsters seine Zäsur erhal-ten hatte, die Entwicklung mit denfrühesten Werken begann. Die Bilder-handschriften und einzelne Miniaturenwaren in Standschränken und Vitrinenaufgestellt, die Gemälde an den Wän-den und Scheerwänden und zum Teilauch frei auf Staffeleien befestigt.Dieser mittlere Hauptsaal enthielt diefrüheste westfälische und die gesamteniederrheinische Malerei des 15. Jahr-hunderts. In dem großen Eckrisalit-saal, der durch die beiden eingebautenPortale der Liebfrauenkirche zu Trierund durch die romanischen Portaleaus dem Trierer Dom und aus derLiebfrauenkirche in Andernach inseinem Eindruck bestimmt war, warenneben den oberrheinischen Werkenzumal die westfälischen Bilder des16. Jahrhunderts zur Aufstellung ge-kommen. Den Mittelpunkt bildete vordem Hochkreuz aus dem Kreuzgangzu Xanten der herrliche Antoniusaltaraus Xanten, der hier in voller Schön-heit mit seinen Schnitzereien wie mitseinen mächtigen Flügeln erschien,und hinter diesem Hochkreuz das ge-waltige Flügelpaar vom Hochaltar desMeisters Jan Joest aus Calcar. AlsAussichtspunkt war in der Mittel-achse des ganzen Flügels SchongauersMadonna im Rosenhaag aus Kolmar erhöht worden. Die quadratischen Räume zur Seite des erstenHauptsaales enthielten zunächst die Fortsetzung der westfälischen und der niederrheinischen Malereiim 16. Jahrhundert, im Anschluß daran die holländischen und niederländischen Werke des 15. und16. Jahrhunderts und endlich eine Reihe von hervorragenden Privatsammlungen.
Es hatte sich wie bei der Ausstellung des Jahres 1902 als erwünscht herausgestellt, einzelnenhervorragenden Sammlern eigene Räume oder Kojen zur Verfügung zu stellen, die dann von denEigentümern selbst mit den erlesensten Stücken ihres Besitzes ausgeschmückt wurden. So konntezugleich auch von der künstlerischen Eigenart der einzelnen Sammlungen, von dem individuellenGeschmack ihrer Eigentümer ein reizvolles und anschauliches Bild gegeben werden. Im Erdgeschoßwar zunächst die Sammlung Seiner Durchlaucht des Fürsten von Wied in dieser Weise aufgestelltund daneben eine Reihe von auserlesenen Proben aus der Galerie Eduard Weber in Hamburg.Auf der anderen Seite war eine Anzahl von feinen und ausgesuchten Stücken aus dem Besitz desvor kurzem verstorbenen Düsseldorfer Sammlers Werner Dahl zur Ausstellung gelangt. Aus denPrivatsammlungen Seiner Majestät des Königs von Württemberg, Seiner Königlichen Hoheit desGroßherzogs von Hessen, Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Sachsen-Koburg-Gotha, SeinerKöniglichen Hoheit des Fürsten zu Hohenzollern, Seiner Durchlaucht des Fürsten von Liechtensteinwaren außerdem noch vereinzelte auserlesene Kunstwerke in den unteren Räumen, nicht in ge-schlossenen Abteilungen, zur Aufstellung gekommen.
In der oberen langen Galerie, die sich gegen den Rhein zu in großen Fenstern öffnete, warendie Meisterwerke der holländischen und flämischen Schulen aus Privatbesitz untergebracht. Auchhier waren einige auserwählte Sammlungen besonders aufgestellt. Zunächst die von Adolf vonCarstanjen mit auserlesener Kennerschaft am Rhein zusammengebrachte Galerie, die jetzt in Berlinuntergebracht ist und später leihweise am Kaiser-Friedrich-Museum Aufstellung finden soll. Danebeneine Sammlung der auserlesensten Stücke aus dem Besitz Seiner Hochfürstlichen Durchlauchtdes Herzogs von Arenberg. Der erste deutsche Grandseigneur hatte sich hier an die Spitze der
Meister der hl. SippeAnbetung der Könige
Schloss GemenGraf Landsberg-Velen