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KUNSTHISTORISCHE AUSSTELLUNG
daß ein Wetteifernmit dieser Samm-lung für dieses eineGebiet natürlichausgeschlossen er-schien. Es erschienauch unrichtig, denVersuch machen zuwollen, etwa ein-zelne Perlen ausdieser Sammlungnach Düsseldorf zubringen und dortin anderer Umge-bung auszustellen.Der Fachgenosse,der diese ganzeSchule zu studierensich in Düsseldorf
einfand, würdeimmer Cöln und dieCölner Kollektionendabei zu Rate ge-zogen haben. Aufder anderen Seitemußte aber dochauch die Reihe derdort so glänzendvertretenen Meisterhier in auserwähl-ten Stücken vor-geführt werden, und es ergab sich so die Aufgabe, gerade aus fremden und entfernteren Samm-lungen, aus versteckten Kirchen hervorragende Stücke auszuwählen und hier zu vereinigen, diejene in Cöln vorhandene Reihe ergänzten, auch für den Kenner des Materials neues boten undzugleich geeignet waren, die Forschung nach irgend einer Richtung hin anzuregen oder weiter-zuführen. Eine Zusammenstellung der älteren Werke der westfälischen Tafelmalerei hatte bishernoch nie stattgefunden, und bis zur Fertigstellung des neuen Povinzialmuseums in Münster sindselbst die dort schon vereinigten Werke nur unvollständig oder gar nicht ausgestellt. So schienes eine willkommene und wichtige Aufgabe, in Düsseldorf, das schon im Jahre 1902 der reichenwestfälischen Kunst neben der rheinischen Gastfreundschaft geboten hatte, den Versuch zu machen,die Hauptwerke der westfälischen Schulen des 15. und 16. Jahrhunderts zu vereinigen. Es muß alsein besonders glücklicher Umstand begrüßt werden, daß es möglich war, eine Anzahl von denwichtigsten der riesigen durchweg im Großfolioformat hergestellten frühen Tafelbilder und Altarwerkeaus den westfälischen Kirchen herbeizuschaffen.
Bei der Auswahl der mittel- und oberrheinischen Meister mußte natürlich eine noch größereEinschränkung herrschen. Hier wurden nur einzelne ganz hervorragende Werke ausgewählt, die ge-eignet waren, einen künstlerischen Maßstab auch für das nördlichere Gebiet abzugeben. Für das15. Jahrhundert waren die Hauptmeister Conrad Witz, Martin Schongauer und endlich der Meisterdes Hausbuches auf diese Weise vertreten, der letztere mit einer ganzen Reihe seiner Haupt-schöpfungen.
Um die späte rheinische Malerei des 15. Jahrhunderts und die des beginnenden 16. richtig ein-schätzen zu können, schien es notwendig, auch Hauptwerke jener Meister und Schulen, die damalsdie ganze rheinische Produktion in ihren Bann zwangen, der niederländischen, mit ihr zu vereinigen.Es konnte so der interessante Versuch gemacht werden, wenigstens für einige Gruppen Schüler undLehrer oder Vorbild und Nachahmer, Meister und Kopisten direkt nebeneinander zu stellen und indieser Zusammenstellung gelegentlich auch zu zeigen, worin der spätere dem Vorbild gleichzu-kommen oder es zu übertreffen sich bemüht hat.
Neben dieser Abteilung, die in historischer Folge und sorgfältig ausgewählt, die Entwicklungder westdeutschen einheimischen Malerschulen darstellen sollte und die nur gelegentlich über die
Rheinischer Meister nach 1400. Der Paradiesesgarten
Frankfurt a M., Historisches Museum
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