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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG

Walther Püttner

Morgensonne

ähnliches Motiv,Kaffeestunde", von Hermann Groeber.DerViolinspieler" von Richard Winternitz hatte vielVergeistigtes und Durchdachtes, und sowohl zeichnerischewie malerische Vorzüge wiesen HeydensTruthähne" auf.Die Münchener Kunstgenossenschaft hatte ihr ver-storbenes Mitglied Meister Lenbach durch einen Lorbeer-kranz geehrt, der unter dem Porträt der Gräfin Wedelangebracht worden war. Außer einer farbigen Zeichnungvon Hertling wüßte ich nichts anzuführen, was sich ausder gewaltigen Zahl der Bilder über ein gutes Mittelmaßerhöbe. Vielleicht Hans PetersonsMarine", die flauwar, aber mit zum Besten zählte. EckardtsSchmiedeam Amboß" hatte etwas Lebendiges und LindenschmittsGedankenvoll" war zwar glatt, aber gut gestimmt. VonNatalie Schultheiß wäre ein nettes Stilleben und vonStephanie von Strechine vielleicht noch das gut ge-malte Wasser ihrerAbend-landschaft" zu erwähnen.

Die Bildhauer Münchenswaren nicht so vertreten, daßsie ein leidliches Bild ihrerLeistungsfähigkeit geben konn-ten. Stucks Beethoven standim Vordergrunde des Interessesmit Heilmai er s Kugelläuferund Waderes geschmack-voller Büste. Christ, Dasio, Ebbinghaus, Lang, Roth, Schreyöggund Seiler seien ebenfalls genannt.

In einem leider recht unzulänglichen Räume waren eine Anzahldeutscher Künstler untergebracht, die sich keiner Korporation ange-schlossen haben. Zufällig waren fast nur große Tierbilder hier zu-sammengekommen: Von Zügel drei und von Vinnen und Weishauptje ein großes Stück, denen sich Paul Neuenborn mit einigen Stein-zeichnungen von Nilpferden und Marabus anschloß. Heichert hatteaus Königsberg seineHeilsarmee" und Jernberg eine vorzüglicheLandschaft geschickt.

Nebenan stellten die Karlsruher Künstler aus, die mit guten Namenund guten Bildern auftraten. Friedrich Fehr, Wilhelm Trübner,Hans Thoma, Ludwig Dill, Hans von Volkmann und Kampmann,denen sich der jetzt in Rupprechtsau bei Straßburg wohnende JuliusBergmann an-geschlossen hat,zeigten ihre be-kannten Vorzüge, und damit auch dasbelustigende Element nicht fehlte, hatte maneinen auf die rote Decke eines Bettes ge-legten Frauenkopf von Alice Trübner zu-gelassen.

Eine Abteilung für Architektur undKunstgewerbe war der Kunstausstellungangegliedert worden. Es wird ja wohl inabsehbarer Zeit nicht daran zu denken sein,daß unsere großen Kunstausstellungen derartarrangiert werden, daß alle Zweige der bil-denden Kunst sich vereinigen, um ein ge-schlossenes, vollendetes Bild zu schaffen.Solange an dem System der Speicher undBildermagazine festgehalten wird, das mitseinen brutalen Anforderungen an körperliche p a ui Hoecker Begütigung

Rieh. Winternitz Violinspieler