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INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG
John LaveryErste heilige Kommunion
Furse, Lutyens, Pollock, Pryde, Stillman, Swan und Woodgenannt, von denen wir hoffen, den einen oder anderen bei nächsterGelegenheit wieder begrüßen zu können.
Das Beste fand sich im Saale der Holländer. Hier war fast jedesBild ein Meisterwerk; Saft und Kraft lachte von den Wänden undfrische, reine Meeresluft wehte durch den Raum. Durch das Zu-sammentragen einer bestimmten Kollektion von Bildern wird natürlichnicht die Höhe des heutigen Kunstschaffens bezeichnet, weil allerhandZufälligkeiten bei der Erlangung gerade verfügbarer Werke mitsprechen.Doch war es ein außerordentlich hoher Genuß, einmal eine Ausleseaus dem Besten eines künstlerisch durchgereiften Volkes vor sich zuhaben, mochte dabei auch hier und da zeitlich etwas weiter zurück-gegriffen worden sein. Allen Werken voran war des Jacob Maris„Dordrecht" zu setzen, ein Bild von ganz überwältigender Größe, voneiner Duftigkeit und Plastik, die das Höchste bezeichnete, was anLandschaftsbildern je gezeigt worden ist. Auch die beiden kleinenBilder „Tagesanbruch" und „Kanal mit Mühlen" legten von der be-wunderungswerten Sicherheit und Beobachtungsgabe des verstorbenenMeisters beredtes Zeugnis ab. Es scheint überhaupt in der Eigen-art dieses Lan-des zu liegen,dessen weite
Niederungenmit dem fastimmer bedeck-ten Himmeldoch herzlich
wenig böten, wenn nicht die wunderbarklare Luft sie mit farbigen Reizen ausstattete,wie sie in ganz Deutschland nicht zu findensind, daß die Landschafter sich, gestützt aufeine bewährte Tradition, die Augen hell undden Kopf frisch halten. In den Bildern derHolländer ist alles wahr und unmittelbar.Wie knisterte der Schnee auf Louis vanSoests Winterbilde und wie wehte die kalteLuft den Beschauer auf Breitners prachtvollgemalter „Straße in Amsterdam" an! WillemMaris und Willem Zwart zeigten viel vonder großen Kunst des Jacob Maris; PaulGabriel, Jacob Ritsema, Rink, Poggen-beck und Bastert wußten ihre meist simplenMotive brillant zu vertonen.
Von Anton Mauve war ein Bild „Kar-toffelgräber" ausgestellt, das in der Art ge-malt war, wie Liebermann sie anstrebte,aber nicht erreichte. Das Bild war nichtganz fertig geworden, aber das, was es gab,erzählte genug von dem hervorragendenKönnen des verstorbenen Meisters. MitMarinebildern wartete Mesdag in sehreigenartiger Weise auf. Er gab ein Nacht-stück, das auf den ersten Blick mit seinemMondscheinlichte konventionell und lyrischaussah, bei näherer Betrachtung jedoch diewundervollsten Lichter auf den Wolken-rändern und der weiten, stillen Wasserflächeaufleuchten ließ. Das Bild wurde der Düssel-dorfer Galerie einverleibt. Ein in hellen
Constantin Meunier
Der Hafenarbeiter