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INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG
Fritz von Wille
Winters Ende, Eifel
daß er ebenso breit zu malen versteht wiesie. Leider hatte er sich damit die gute Stim-mung, die seinen Bildern kleineren Formatseigen ist, zerrissen. Immerhin aber wiesdas Stück köstliche Farbenklänge auf. Zumgrößten Bedauern war das gleiche Malheurauch dem genialen Andreas Dircks, derzweifellos einer unserer bedeutendsten Land-schafter ist, mit einer „Alten Hafenstadt",die total auseinanderfiel, passiert. Dafür boter in einer „Fischerboote" benannten Marineeine um so hervorragendere Leistung.
Eine besondere Überraschung bereiteteWilhelm Hambüchen. Wenn es schoneine Freude ist, das Talent eines Künstlerssich von Jahr zu Jahr immer mehr entfaltenzu sehen, so ist sie doppelt groß, wenndiese Entwicklung durch eigene Kraft undganz auf dem Wege der Selbstschulung vordem großen Buche der Natur vor sichgeht. Hambüchen ist Autodidakt, aber einKünstler von Gottes Gnaden, der, wenn auch bis heute nur einem Kreise von Kennern, die seinTalent zu schätzen wissen, bekannt, die Aufmerksamkeit auf sich lenken muß und lenken wird.Das gehalt- und stimmungsvolle Werk „Gegen Abend am Fischerhafen" gibt ihm jedenfalls dasRecht, sich in die erste Reihe der Düsseldorfer Landschafter zu stellen. Einen ähnlichen Werde-gang hat Hubert Oellers durchgemacht, der zwar keine neue Erscheinung auf den rheinischenAusstellungen ist, den man aber von Jahr zu Jahr mehr schätzen lernt, weil er sein von Kraftzeugendes Können immer von einer neuen Seite und in immer hellerer Beleuchtung zu zeigen weiß.Fritz Westendorp, dessen liebenswürdigem Talente wir schon manches hübsche Bild vonflandrischen Küsten, Dünen und Städtchen zu verdanken haben, war diesmal in die niederrheinischeTiefebene und zwar mit Erfolg vorgerückt. Das der unmittelbaren Umgebung von Düsseldorf ent-nommene Motiv „Auf der Golzheimer Insel" war ein feingestimmtes Tonstück, in dem die wunder-vollen Lufttöne, wie sie in den Niederungen des Rheines vorkommen, mit sensiblen Sinnen erfaßtwaren. Auch Carl Schultzes „Teichlandschaft" war ein mit außerordentlicher Feinheit des Toneswiedergegebenes Stimmungsbild. Auf Stimmung im Sinne Dills und der englischen Landschaftergeht Hermann Lasch in letzter Zeit aus. Wenn er auch manchem mit den frischen, saftigenImpressionen früherer Jahre besser gefallen hat, so ist doch nicht zu leugnen, daß er sich mit seinerjetzigen Auffassung ebenfalls viele Freunde erworben hat. Georg Macco hat sein Studiengebietwesentlich erweitert und im hellen Sonnen-lichte Ägyptens brillante Fortschritte gemacht.Auch die Arbeiten von Wilhelm Bartschund Otto Ackermann legten von ener-gischem Weiterkommen Zeugnis ab. Vonden übrigen zahlreichen Landschaftsbildern,auf die ein weiteres Eingehen nicht möglichist, seien noch erwähnt die Werke von HugoMühlig, Erich Nikutowski, Ernst Hardt,Heinrich Heimes und Heinrich Otto, diealle im Rahmen ihres Könnens recht guteArbeiten geschickt hatten. Bei den Tier-malern führte Christian Kröner wie immerdie Tete; Graf Brühl schloß sich ihm an.Adolf Lins hatte ein Entenbild mit der ihmeigenen Bravour gemalt, Carl Appel seinewilden Bestien dagegen ein wenig trocken.Mit vorzüglich gemalten Stilleben war E. M.Lieb er t vertreten.
Das von Professor Georg Oeder zu-sammengestellte Kabinett hätte eigentlich an
Hellmut Liesegang
Am Teich
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