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FINANZWIRTSCHAFT
Pos. 16. Reklame, Plakate, Inserate: Aufgewendet wurden für diese Zwecke 140175,65 M.; dadie Einnahme 33603,76 M. ausmacht, schließt das Konto mit einem Saldo von 106571,89 M. Diese hohenAufwendungen waren nur möglich geworden durch ein für die Ausstellung günstiges Abkommenmit der Firma August Scherl, deren Entgegenkommen wir hier ausdrücklich feststellen.
Pos. 17. Medaillen, Diplome, Geldpreise: Die der Ausstellung durch freiwillige Beiträge zur
Verfügung gestellten Beträge ergeben in Einnahme..............147 115 M.
an Rückgaben........................... 2 035 ,,
somit 145080 M.
Der darüber hinausgehende Betrag von 47714,07 M. wurde zur Herstellung der Medaillen, zurHerstellung der Diplome und zu den mit der Versendung verbundenen Kosten verwandt.
Pos. 18. Musik, Illuminationen und andere Feste: Diese Position schließt mit einem Saldovon 144174,21 M. Auf Musik entfallen 74528,90 M., auf Feuerwerk und Beleuchtung 57065 M., derRest auf die beiden Kostümfeste.
Pos. 19. Elektrische Beleuchtung und Kraftverbrauch, Gas- und Wasseranlagen undVerbrauch: Für dieses Konto war eine Ausgabe von 175000 M. vorgesehen; die für Abnahme vonKraft, Gas und Wasser zu erwartende Einnahme war vorsichtig auf 20 000 M. angenommen worden.In dieser Abteilung wurde außerordentlich glücklich verfahren. Die gesamte Ausgabe betrug 230311,66 M.,also rund 45000 M. mehr als im Voranschlag; dafür hat aber die Einnahme den Voranschlag um rund65000 M. überschritten. Davon erscheinen die Kosten für die elektrische Beleuchtung mit 76148,31 M.,während für Kanalisationen 12438,62 M. verausgabt wurden. Die Einnahmen für den Strom betrugen29328,71 M., denen 5737,46 M. als Stromverbrauch von der Stadt gegenüberstehen, während der Restdes von den Ausstellern gebrauchten Stromes und die ganze für die Beleuchtung des Ausstellungs-geländes und für die Illuminationen der Gebäude erforderliche Kraft aus der Zentrale selbst erzeugtworden ist. Der Gasverbrauch einschließlich Installation der Leitung kostet 16258,98 M., denen11953,12 M. als Einnahme gegenüberstehen. Beim Verbrauch von Wasser waren dagegen die Ein-nahmen mit 8608,35 M. verhältnismäßig sehr gering, da die Ausstellungsleitung den Gärtnern dasWasser unentgeltlich lieferte. Mit Rücksicht auf die außerordentlichen Anstrengungen, welche dieAusstellung hinsichtlich der Beleuchtung und der Illumination machte, und unter Berücksichtigungdes überaus heißen Sommers, der auf dem weiten Gelände sehr viel Wasser erforderte, muß dasErgebnis in dieser Position als ein sehr günstiges bezeichnet werden.
Pos. 20. Preisausschreiben: Schließt mit einem Saldo von 4216,15 M.
Pos. 21. Steuern, Gebühren, öffentliche Abgaben: Diese Position hat einen Saldo von5272,51 M.
Pos. 22. Bureaukosten, Gehälter, Uniformen, Reisen der Beamten usw.: Für diesenPosten waren im Voranschlage 280000 M. vorgesehen, es wurden aber 22956,97 M. mehr verbraucht.Dieser Mehrverbrauch ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß für die Abwicklung der Ausstellungmehr Kräfte und längere Zeit als angenommen worden war, benötigt wurden, da die Arbeiten siebenMonate mehr Zeit erforderten, als ursprünglich festgesetzt worden war. Sobald man sah, daß derBetriebsfonds dem Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen zurückgegeben werden konnteund die Garantiescheinzeichner nicht in Anspruch zu nehmen waren, hat sich der Ausstellungs-vorstand veranlaßt gesehen, den Arbeitern, Aufsehern, sowie den Beamten bescheidene Remune-rationen zu gewähren.
Pos. 23. Frachten und Gleise. Auf den Saldo von 165837,13 M. entfallen für
Miete und Unterhaltung der Gleise........ 9280,16 M.
Frachten für die Kunst- und kunsthistorische Ausstellung 59585,18 „
Frachten für die Gartenbauausstellung....... 88438,12 „
andere Ausstellungszwecke........... 8 533,67 ,,
Pos. 24. Ausstellungsleitung, Kosten der auswärtigen Organisation, Jury usw. usw.Der Voranschlag wird um 13 833,39 M - überschritten, was seinen Grund in den Mehrkosten derauswärtigen Organisation hat.
Pos. 25. Zuschuß zur ethnographischen Schaustellung Hagenbecks im Vergnügungs-park: Wie schon erwähnt, hat der Vergnügungspark seine Verpflichtungen, transkaukasische Völker-schaften heranzubringen, nicht erfüllen können und war, um rasch einen Ersatz zu bieten, genötigt,ein Abkommen mit Hagenbeck zu treffen, das über die Mittel der Gesellschaft m. b. H. hinausging.Die Ausstellungsleitung sah sich deshalb veranlaßt, einen Zuschuß zu dem Unternehmen Hagenbeckszu leisten, der um 161,21 M. geringer war, als die im Voranschlage angegebene Summe von 75000 M.