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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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STRASSENBAHNVERKEHR

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2. Verkehr auf der Straßenbahn

Wie anläßlich der Ausstellung 1902, wurde auch diesmal ein besonderer Ausstellungsverkehrseitens der städtischen Straßenbahnverwaltung eingerichtet. Zu diesem Zwecke wurden die eigensfür die Ausstellung 1902 gebauten Strecken Schloßufer und Bendemannstraße wieder in Betrieb ge-nommen, dagegen der Betrieb durch die Mühlenstraße eingestellt, so daß die Wagen der beidenLinien RathausHauptbahnhofOberbilk und RathausZoologischer Garten ihren Weg, wie 1902,über das Schloßufer und die Bendemannstraße nahmen. Die Haltestelle für die Ausstellung war,wie auch 1902, an der Kurve Ecke Schloßuier und Bendemannstraße. Während aber 1902 in unmittel-barer Nähe dieser Haltestelle sich unter der Rheinbrücke der Eingang zur AusstellungRheintor"befand, lag der entsprechende Eingang diesmal Haupteingang etwa 300 m weiter an derScheibenstraße, und es wurde von den Ausstellungsbesuchern, namentlich abends, als sehr unbequemempfunden, diese Strecke zu Fuß zurücklegen zu müssen. Den Wünschen des Publikums Rechnungtragend, legte die Straßenbahnverwaltung deshalb eine Schleife von der erwähnten Kurve an derRheinbrücke bis zum Eingang der Ausstellung, über die alsdann die Wagen der genannten beidenLinien geführt wurden. Der Betrieb auf dieser Schleife konnte bereits am 4. Juni aufgenommenwerden. Die Kosten der Schleife betrugen rund 12000 Mark. Für ihre Wiederbeseitigung, diehinausgeschoben ist, sind 5000 Mark vorgesehen. An besonders strengen Besuchstagen (Sonntagen,Feuerwerks- und Beleuchtungstagen) wurden außerdem zahlreiche Wagen anderer Linien eingeschoben,so daß Beförderungsgelegenheit durch die Straßenbahn in weitestgehendem Maße geboten war. DieWiedereinrichtung der 1902 bestandenen besonderen Ausstellungslinie HauptbahnhofHaroldstraßeBergeruferRathausSchloßufer und Bendemannstraße usw. erwies sich nicht als notwendig.

Die Verkehrszahlen während der Ausstellungsmonate, verglichen mit den betreffenden Monatendes Ausstellungsjahres 1902 und des ausstellungsfreien Jahres 1903 und einigen anderen ausstellungs-freien Monaten, waren folgende:

die

Zahl der beförderten

die Einnahmen

Es betrugen

Personen

Mark

1902

1903

1904

1902

1903

1904

2361 574

1 879 271

2 194 018

238 129

190349

243 821

Juni......

2 639 075

1 847 298

2 in 435

266 800

188 568

234 292

Juli.......

2 778 822

1 898 392

2 291 069

280 234

I9I477

255 197

August.....

2 891 403

1 873 736

2 163 533

292 489

190 228

239 985

September .

2 728 247

1 902 390

2 116 352

275 443

192 598

232 681

Oktober.....

2 439 916

1 887 562

2145 608

245 286

189 112

230 885

Zusammen

15 839 037

n 288 649

13 022 015

1598 381

1142 332

1 436 861

1591 958

1 696 932

1 625 283

156 887

169 591

171934

1 734 498

1 685 018

1788 361

173 031

168 259

192 544

November . . .

1649 987

1778 239

1 814 649

163 689

177 189

188 951

Dezember ....

1649563

1767 170

1 912 789

162 968

175 131

198 640

Diese Übersicht zeigt sowohl den außerordentlichen Aufschwung, den der Verkehr während derAusstellungsmonate gegenüber den ausstellungsfreien Monaten nahm, wie auch das Verhältnis desVerkehrs 1904 gegen 1902. Insbesondere in finanzieller Beziehung war das Ergebnis nicht ungünstig.Wenn allerdings 1904 gegen 1902 bei einer Wenigerfrequenz von rund 2,8 Millionen Personen dieEinnahmen doch nur rund 160 000 Mark geringer waren, so ist dies auf den im Frühjahr 1904 ein-geführten neuen Straßenbahntarif zurückzuführen. Wird für die allgemeine unbedingte Verkehrs-steigerung ein verhältnismäßiger Betrag abgezogen, so kann die reine Mehreinnahme, die der Aus-stellungsverkehr der Straßenbahnkasse brachte, auf 200000 Mark beziffert werden, ein Betrag, dersehr wesentlich dazu beitrug, daß die Straßenbahnbilanz für 1904 zum erstenmal seit Übernahmeder Straßenbahnen in städtische Regie einen Überschuß zeigte. Zu diesem Ergebnis trug natürlichin erheblichem Maße der Umstand bei, daß, abgesehen von der vorhin erwähnten Straßenbahn-schleife und der Erhöhung der Betriebskosten um täglich etwa 80 Mark, mit der Einrichtung desAusstellungsverkehrs größere Ausgaben nicht verbunden waren, da die von 1902 her vorhandenenAnlagen noch vollkommen betriebsfähig waren.