EINZELNE ARBEITSGEBIETE
in
dem Guten das Beste auszusuchen. Und es war ihnen gelungen. Zu beiden Seiten des großenGebäudes traf man Außenrestaurationen an, von denen aus man froh und gut gelaunt bei behag-lichem Trünke den Blick über die weiten Blumen- und Rasenbeete hinschweifen lassen durfte. Mitjener jovialen Freundlichkeit und Herzlichkeit, an der man den echten Wirt erkennt, schritt, gefolgtvon seinem kleinern und schiankern Adjutanten, Herrn Matare, der Ökonom der Tonhalle, HerrSpickernagel durch diese ebenfalls seinem Szepter übergebenen Räume, überall nach dem Rechtensehend und nicht allzu flinke Kellner durch ein ernstes Nicken des Kopfes galvanisierend undermunternd.
Das südwärts belegene Außenrestaurant berührte sich sozusagen mit der Mainlinie des Restau-rationsbetriebes; denn der weiland Augustiner gehörte den Süddeutschen mit den drallen undfeschen Schenkmaderln. Zierpuppen waren die bayrischen und tyrolischen Kellnerinnen keineswegs,sie wußten ordentlich zu schaffen und anzufassen; aber sie trugen weder Basalt, noch Porphyr, nochQuarz oder Blende an Stelle des Herzens unter dem Mieder, im Gegenteil, sie standen bald mitihren norddeutschen Gästen auf dem allerbesten Fuße. Ganz geradeso war es im Löwenbräu-Keller, in den man, umschmeichelt von Kletterrosen und anmutig sich neigenden Hänge-Geranien,hinabstieg. Auch hier frisches und herzliches Wesen, bestbekömmliches Bier und drollige, muntereMusik. In der Mitte vor dem Keller fielen und tropften Springwasser in die krystallene Welle desTeiches, und drinnen in den gastfreundlichen Betonkatakomben harrten die Agathe, die Cenzi unddas Nandl des Winkes der Gäste, die sich trinktüchtig, wie sie waren, eine halbe Maß auf denTisch landen ließen. Über dem Ganzen wachte Herrn Badens restaurationskundiger Adlerblick.
Zu dem reizendsten, was die Ausstellung umschloß, gehörte das japanische Teehäuschen.Unendlich nett und zierlich war es eingerichtet, überall das Auge durch eine anmutige Überraschungerfreuend. Unten, dicht an der zum Rhein abfallenden Lehne des Geländes war es belegen, dasversteckte und gemütliche Heim der niedlichen und zierlichen Schwestern jener asiatischen Kriegs-helden, deren Ruhm heute die Welt erfüllt. Mit schlanken, biegsamen Bewegungen begrüßten sieden Gast und schenkten ihm nicht allein Tee ein, sondern auch Brandy, wobei sie in gebrochenem
Restauration „Münchener Bürgerbräu"