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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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EINZELNE ARBEITSGEBIETE

DÜSSELDORF

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UOfM.Mfl 1-23. OKTOBER

schlagender. Es gelang, die allerersten Züchter der Welt fürdie Ausstellung zu interessieren und sie zur Beschickung zu ver-anlassen. Einzelne Fachvereinigungen stellten sich allerdings derAusstellung wenig sympathisch, wenn nicht feindlich gegenüber,weil sie befürchteten, daß durch die Teilnahme des Auslandesihre materiellen Interessen geschädigt werden könnten. Indessentrugen die Verhandlungen auch dieser Körperschaften immerhindazu bei, die Kunde von der Ausstellung in weite Kreise zutragen. Die Fachpresse war aus den genannten Gründen eben-falls nicht ganz einstimmig für die Ausstellung. Immerhin hattenwir die vornehmen Organe auf unserer Seite und die übrigennutzten uns durch ihre Kampfesweise bei weitem mehr, als sieuns schadeten.

Das Literarische Bureau, das gegen den Schluß des Jahres 1903eine intensive Tätigkeit entwickelte, versandte in enger Verbin-dung mit der Ausstellungsleitung sowohl an die Presse wie anzahlreiche Interessenten auch illustrierte Broschüren, die überfy \ \ WftTZÄÄ die Ausstellung Aufklärung gaben. Ferner versah sie die Presse

/ Av CcpJ unaufhörlich mit kürzeren oder längeren Notizen über wichtige

Versammlungen und über das Fortschreiten der Arbeiten. Hierzufehlte es nie an reichem Stoff, weder aus dem Gebiete der Kunst-ausstellung und der Kunsthistorischen Ausstellung, noch aus dem-jenigen der Gartenbau-Ausstellung. Und wenn die Ausstellungselbst während ihrer sechsmonatigen Dauer so unendlich viel zurAufklärung und Belehrung der Bevölkerung, insbesondere überden Gartenbau beigetragen hat, so haben diese zahllosen Artikelsicher dahin gewirkt, das Verständnis und die Liebe für dieherrlichen Offenbarungen der Pflanzen- und Blumenwelt, die dieAusstellung bot, vorzubereiten. Der deutschen, insbesondere derrheinisch-westfälischen Presse gegenüber hat auch diese Aus-stellung eine außerordentlich große Dankesschuld abzutragen;denn wenn es auch sicherlich eine vornehme Aufgabe der Presseist, Bestrebungen, wie sie durch solche Ausstellungen zutagetreten, als gemeinnützige zu unterstützen, so ist doch die Artund Weise, wie die deutsche Presse diese Aufgabe auch dies-mal erfüllte, über alles Lob erhaben. Vereinzelte Ausnahmenbestätigten auch hier nur die Regel.

War so die Ausstellung in ihrer Art ebenso durchgreifendvorbereitet, wie die von 1902, so fiel der Propaganda währendder Ausstellung eine bedeutend schwierigere Aufgabe zu. EineIndustrieausstellung ist am Tage der Eröffnung fertig und was siebietet, ändert sich im großen und ganzen nicht bis zum Schluß-tage. Anders diese Gartenbau-Ausstellung. Ihr Bild ändert sichvon Woche zu Woche. Während der Ausstellungsleitung dieschwierigere Aufgabe zufiel, unablässig und,wie wir bezeugen können, mit unsagbarerMühe und Aufopferung von Woche zu Woche neue Anziehungen zu schaffen,lag der Propaganda-Abteilung die Sorge ob, diese Anziehungen von Wochezu Woche bekannt zu geben und immer neue Kreise der Bevölkerung zumBesuche einzuladen. Dieses geschah sowohl durch eine wöchentlich laufendeAnzeige in einer großen Anzahl von Zeitungen, deren Verbreitung der FirmaRudolf Mosse übertragen war, als auch durch zahlreiche Artikel und Hin-weise, zu deren Aufnahme sich die Presse immer wieder in der uneigen-nützigsten Weise bereit fand. Hier wurden wir während der Ausstellung,allerdings durch die eigene Berichterstattung der Blätter, die durchweg aufeiner sehr beachtenswerten Höhe stand, und die in einzelnen Blättern durchhervorragende Sachkundige besorgt wurde, auf das tatkräftigste unterstützt.Es kam hinzu, daß auch die großen Blätter des Auslandes, insbesondere dieholländische Presse, sich der Ausstellung mit großer Liebe annahm. Daß die

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