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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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VERTEILUNG DER ARBEITEN

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oft stark überlasteten Kassenbeamten wurden hierdurch sehr in ihrer eigentlichen Beschäftigunggestört, und es ist deshalb ratsam, für Ausstellungen von ähnlicher Bedeutung eine besondere Aus-kunftsstelle zu errichten.

Bei einer Industrie- und Gewerbe-Ausstellung ist die Arbeit für Kasse und Buchhaltung vomEröffnungstage ab eine ziemlich gleichmäßige; ganz anders jedoch bei einer Gartenbau-Ausstellungvon solchem Umfange wie die unsrige. Eine Sonderausstellung löste die andere ab. Mehr als Hundert-tausend Mark Frachtauslagen der ausstellenden Gärtner mußten nachgeprüft und einzeln zurück-vergütet werden, an 998 prämiierten Ausstellern gelangten 1722 Geldpreise zur Auszahlung und überden Gesamtumsatz während der Ausstellungs-Monate Mai bis Oktober gibt nachstehende Tabellenäheren Aufschluß:

1904

Mai .

Juni . .Juli . . .AugustSeptemberOktober .

Kassa

,11

}>

645 920

72

397 984

72

553 180

43

414 870

58

283 589

80

320 783

31

Konto-Korrent

1 508 9781870 2691 692 8491 670 104

75° 8321 640 727

542582929854

Banken

.«

ö

399 891

93

615 234

91

236 869

08

208 911

43

89 802

97

188 801

98

AllgemeinerBetrieb

M

ö

1 101 194

1 337 738

645 929

444 488

357 515

791070

578009833710

Dementsprechend war auch die Korrespondenz eine sehr lebhafte.

Wenn es trotzdem möglich war, die ganze Arbeit mit vier bis fünf Beamten zu bewältigen, soist dies nicht zum wenigsten der praktisch angelegten Buchführung und der gut organisiertenArbeitseinteilung zu danken, ganz besonders aber dem Kassenvorsteher Wiegel, der mit unermüd-licher Tätigkeit und sicherer Geschäftsführung ein gegen Beamte und Publikum gleich liebens-würdiges Benehmen verband und selbst den vielen unberechtigten Ansprüchen gegenüber, die andie Kasse und die Kassenbeamten gestellt wurden, niemals die Ruhe verlor.

3. Bau- und technisches Bureau

Die möglichst günstige Lösung der technischen Einrichtungen und zwar in erster Linie dieVersorgung der Ausstellung mit Betriebskraft, elektrischem Strom, Gas, Wasser, sowie die Anlageder Kanalisation ist für jedes Ausstellungsunternehmen eine der wichtigsten Aufgaben. Um dieseAufgabe zu bewältigen, bildete sich schon im Februar 1903 ein technischer Ausschuß, dem unterdem Vorsitze des Vorstandsmitgliedes Zivilingenieur E. Dücker, als Mitglieder FabrikbesitzerC. J. Kremer, Oberingenieur Böcking, Direktor Grohmann, Oberingenieur Kordt und Betriebs-ingenieur Kaissling angehörten. Zur weiteren Ausführung der Arbeiten wurde zunächst IngenieurFritsche angestellt; im Verlaufe der Entwicklung des Unternehmens wurde das technischeBureau noch erweitert und waren dort nach Bedürfnis zwei Ingenieure, ein Techniker, zweiBuchhalter, zwei Stenotypistinnen, ein Magazinverwalter und zwei Obermonteure beschäftigt.

Ein besonderes Bureau für den elektro-technischenTeil der Arbeiten war nicht erforderlich, da deren Aus-führung zum größten Teile an hiesige Firmen vergebenund Zivilingenieur Goll für diesen Zweck als beratenderIngenieur hinzugezogen wurde.

Ein spezielles Baubureau mit den entsprechendenBaubeamten wurde ebenfalls nicht eingerichtet. Auchhierfür lag keine Notwendigkeit vor, da die für die Neu-bauten erforderlichen Projekte und Entwürfe von denProfessoren Kleesattel und Schill im Ehrenamte aus-geführt wurden und die Fertigstellung der Bauarbeitenund der Bauten im Einverständnis mit den genanntenHerren von der technischen Abteilung geleitet und über-wacht wurden. Auch die Verhandlungen mit den Bau-firmen, die Ausarbeitung der bezüglichen Kontrakte sowiedie Führung der verschiedenen Korrespondenzen wurdenFr. Goll zum größten Teil von der technischen Abteilung besorgt. Ingenieur Fritsche