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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
Entstehung
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VERTEILUNG DER ARBEITEN

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1. Geschäftsstelle

Wie die Vorbereitungsarbeiten der meisten letzten hiesigen Ausstellungen, so waren auch die fürdie Ausstellung von 1904 im Central-Gewerbe-Verein, der aus den Überschüssen der Gewerbe- undKunstausstellung Düsseldorf 1880 hervorgegangen ist, begonnen worden. In seinen Bureaus fandendie einleitenden Sitzungen statt, daselbst wurden die ersten Rundschreiben erlassen und die erstenKorrespondenzen erledigt.

Bald entwickelte sich aber der Briefwechsel derart, daß es zweckmäßig schien, das Bureau nachder Schäferstraße 28 zu verlegen, namentlich, als sich das Bedürfnis herausstellte, Ergänzungsbautenzum Kunstpalast vorzunehmen, und eine Veränderung der Innenräume, die bei den verstellbarenWänden möglich war, auszuführen. Die Übersiedelung fand im Anfang des Jahres 1903 statt. DieLiquidationskommission der Ausstellung 1902 überließ zu diesem Zwecke ihre Räume und gestattetedie Mitverwendung der bei ihr nicht mehr voll beschäftigten Beamten. Im April 1903 wurde dasJournal und die Registratur für die Ausstellung nach dem Muster der Ausstellung 1902 eingerichtet.Die ersten Eintragungen in das Journal datieren vom 22. April 1903. Die Zahl der Eintragungen in

das Journal bis zur Eröffnung der Ausstellung betrug .............. 11 630

diejenige vom 1. Mai bis 31. Dezember 1904.................. 8 270

,, 1. Januar bis 31. März 1905................... 720

zusammen 20 620Hierin sind nicht enthalten die Eingänge, die sich auf Weinbestellungen bezogen, die Rund-schreiben, die Antworten auf Rundschreiben, die Anträge auf Abonnements, die Rechnungen, dievon der Kasse registriert wurden, und die in den anderen Bureaus direkt erledigten Sachen.

Hierzu sind in erster Linie zu rechnen alle auf die Kunstausstellung bezüglichen Korrespondenzen,die, da Hofkunsthändler Fritz Bismeyer wieder als Geschäftsführer in Aussicht genommen wordenwar, von ihm direkt zur Erledigung übernommen wurden. 'Weiter wurden sämtliche auf den Bauund die gewerbliche Abteilung bezüglichen Angelegenheiten dem technischen Bureau überwiesen,das mit seinen Hilfskräften die ganze diesbezügliche Korrespondenz erledigte. Ferner wurde nach Ein-richtung des Gartenbaubureaus der größte Teil der Einlaufe durch die daselbst angestellten Beamtenerledigt, und auch die Kasse hat die Mehrzahl der darauf bezüglichen Korrespondenzen direkt geführt.

Aber die Dezentralisation der Arbeiten ging noch viel weiter, da den auswärtigen Leitern derverschiedenen Ausstellungen ein großes Maß von Selbständigkeit eingeräumt werden mußte. Sohat Professor Dr. Clemen die ganze auf die Kunsthistorische Ausstellung bezügliche Korrespondenzvon Bonn aus geführt, Gartenarchitekt Jürgens, Professor Zacharias und Schumacher von Ham-burg, Rittergutsbesitzer Seidel von Grüngräbchen, Otto Beyrodt von Marienfelde, Redakteur Olbertzvon Erfurt, Freiherr von Solemacher von Burg Namedy, Hofgartendirektor Gräbener von Karls-ruhe, Professor Noll von Bonn aus die auf den betreffenden Teil der Gartenbau-Ausstellung bezüg-lichen Korrespondenzen erledigt. Man wird darum nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß zu den20 000 eingetragenen eine weit größere Zahl nicht eingetragene Briefe von den verschiedenen Stellengeschrieben worden ist. Es war auch durchaus nicht nötig, diese Schreiben durch die Geschäfts-stelle laufen zu lassen; aber alle Schriftstücke der Kunstausstellung, der Kunsthistorischen Ausstel-lung und der Gartenbau-Ausstellung, die eine Verpflichtung für den Vorstand enthielten und an eineUnterzeichnung von zwei Vorstandsmitgliedern gebunden waren, wurden der Geschäftsstelle zurErledigung zugeführt.

In der Geschäftsstelle wurden die Akten aufbewahrt, die sich auf die inneren und äußeren An-gelegenheiten des Ausstellungsbetriebes bezogen. Die technische Abteilung und die Gartenbau-abteilung besaßen ihre eigenen Registraturen, die sie selbst zu führen hatten.

Im Herbste 1903 wurde die Geschäftsstelle in das Hauptverwaltungsgebäude Schäferstraße 28verlegt, die Korrespondenzen von dem Vorsitzenden geöffnet und verteilt und daran festgehalten,daß das, was sich direkt erledigen ließ, auch sofort erledigt wurde. An dieser Stelle müssen wirauch der schätzenswerten Dienste gedenken, die Dr. H. Board, Konservator an der KöniglichenKunstakademie, durch seine unermüdliche Mitarbeit bei der Ausstellungsleitung dem Unternehmengeleistet hat.

Am 31. Dezember 1904 wurden die Bureaus in der Schäferstraße 28 der Hauptsache nach auf-gelöst. Für das technische Bureau blieb Fudikar, für das Gartenbau-Bureau Gartenarchitekt Keerlzur Bearbeitung der noch zu erledigenden Sachen übrig. Die Kassenangelegenheiten wurden imBureau des Central-Gewerbe-Vereins, die auf die Kunstausstellung bezüglichen Reste durch Hof-kunsthändler Fritz Bismeyer direkt erledigt.

Mit dem 31. März 1905 waren die Ausstellungsarbeiten der Hauptsache nach abgeschlossen.