Vd. 1 2695f. Sante Servatien Leben. 205
dehaeiner fIahte widerbruht. 1505
der bifchof fprach mit grozer zuht:G. 55,14f. „got ift niht wanchel gemuot:
fwelch rede er ze a;inem male tuot
diu ift immer vefte. s
G. 55,17 meiniu chint, iu ift daz befte, 1510
daz ir iu gedulte warnet.
ir habet die müege wol erarnet.
gotes gebot douhte iu fwach:
iuwer wille fürbrach. 10
den wil got nu stören. 1515
da bei fo mügetir hören:
fwer gotes geböte widerfaeit,
daz erz die lenge nicht vertraeit."
Do er ir irretuom unde ir iamer fach, 15
der haeilige herre fprach: 1520
„freude ift iu gebroften.
ir habet mit michelen chosten
groze zierde gefrümet.
fwenne gotes gerihte nu chümet 20
und daz vil grimme ende hat, 1525
G. 56, l-f. fo enift des dehaein rat,
irn müezet waeinen unde chlagen.
doch fultir ez defte ringer tragen:
got hat mir den gewalt gegeben, 25
fwelche wellent bezzern ir leben, 1530
daz den in der gagenwürtigen not
niht enchümet der ewige tot."G. 56,4 einen flüzzel er herfür zeigote,
1505 flacht 1508 einem mal 1512 habt; mv 1513 doucht; iv] iuch H 3015 17 gebot 1522 habt; micheln 1524 gericht 1526 en f 1529 geben 1532 en-chu mt 1533 zeigote] bot
1507 wanchel gemuot in der Handschrift deutlich getrennt, ist also keine Wort-zusammensetzung, wie das mhd. Wb. Ha 267, 41 a und Lexer 3, 680 annehmen.1533 f. Vgl. oben zu 1260 f. Vers 1533 ist im Reim verderbt; öt: ote reimt sonst 35nirgends im Gedicht und ebensowenig ist hier eine e-Apokope nach t nachweisbar.Dagegen reimt gote mehrmals auf -ote des Perf. der schwachen Verba der zweitenKlasse, siehe Vers 202, 838, 2054 (ebenso böte 870, 1598, 1788), so daß der Verdachtbegründet ist, daß an dieser Stelle eine solche Verbalform durch den Abschreiber