fort, der eine ist der, auf dem man dem üblen Einflüsse der Luft und der Witte-rung, und der zweite, wo man der üblen Beschaffenheit des Bodens entgegenzu wirken hätte. Auf dem ersteren Wege ist es fast immer unmöglich, etwaszu unternehmen, nur ein Teil der Gewächse läßt sich gegen die übermäßigeWärme und übermäßige Kälte schützen. Gegen übermäßige Wärme, wennman sie so nahe aneinander pflanzt, daß sie sich wechselseitig in Schattenstellen, oder wenn man sie an den Abhang großer Berge nach Norden zu hin-pflanzt oder an das Wasser setzt. Gegen übermäßige Kälte, wenn man sie, dieObstbäume, mit Anpflanzungen von Buschholz umgibt, sie nach der Sommer-seite zu stellt oder sonst vorhandene ähnliche Mittel dagegen ergreift. Jedochunsere Bemühungen bleiben hierinnen immer unvollkommen. Weit eher ge-lingen sie uns in Rücksicht auf die Verbesserung des Bodens, diesem könnenwir auf mancherlei Weise zu Hilfe kommen.
Die erste Methode, welche die Alten, nach Theophrast, zu diesem Endzweckergriffen, war die der Vermischung der verschiedenen Erdarten miteinander,um daraus eine gute zum Behuf der Erziehung der Obstbäume zu verfertigen.Wollten sie also ein Stück Land, auf dem ein Obstgarten angelegt werden sollte,verbessern, so suchten sie auf dasselbe, wenn die Erde steinigt und dürr war,fette Erde mit etwas Sand vermischt zu bringen und gruben sie mit dem un-teren Boden zusammen. Durch diese Vermischung bildeten sie sich nun eineneigenen Boden, den sie für hinlänglich tauglich hielten. Und so machten siees denn in allen übrigen Fällen. (Karl Ludwig Sickler, Geschichte der Obst-kultur, 1802.)
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