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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
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nur noch wenige dar. Dennoch war der Anblick einzig in seiner Art. Ich be-diene mich des AusdrucksWein- und Platanenwald", weil fast alle seineRiesenbäume mit Weinstöcken, ebenso alt als jene, überhangen und durch-flochten sind, im Herbst aber mit ellenlangen Trauben der kostbarsten Sorteund verschiedensten Farben an ihren Wipfeln bedeckt sein sollen, zu derenGenuß jedoch nur die geflügelten Bewohner der Lüfte und die verwegenstenKletterer gelangen können. Es war merkwürdig, manche dieser Weinstöckezu verfolgen, die oft zwanzig bis dreißig Fuß in einem graden Stamm vonungewöhnlicher Dicke emporstiegen, dann erst in den wunderbarsten Schlangen-windungen drei bis vier Platanen in allen Richtungen umklammerten, vonBaum zu Baum in allen Richtungen unzählige Festons aller Formen bildetenund zuletzt sich in verworrenen Knoten wieder auf den Mutterstamm zurück-zogen. Die Lianen der Tropen können nicht mehr gewähren, nicht luxuriösertreiben, noch in seltsameren Gestalten sich darstellen. Rosenlorbeer, Myrthen,Mastix, üppig wuchernde Cratägusarten und Dornsträucher aller Art bildetenden Untergrund dieser schönen Wildnis, welche der Fluß Platania und mehrereQuellen reichlich bewässern. Auf zwei Seiten begrenzen felsige Hügelzügeden Wald, meistens mit Ölbäumen bewachsen, zwischen denen einzelne zer-streute Wohnungen durchschimmern, auf der anderen Seite aber, da, wosich die Schlucht nach Nord und Süden öffnet, formen sich, im Rahmen derBaumkronen eingefaßt, die bezauberndsten Bilder, bald auf das Meer mit ro-mantischen Ufern, bald auf die reichen, stets variierten und mit dichter Vege-tation geschmückten Täler des inneren Gebirges, tief hinein sich windend, bisan die Schneegipfel der f weißen Berge. (Fürst Pückler, Der Vorläufer, 1838.)

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