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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
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hinter sich her, welcher 56 mal so lang war als dieser Durchmesser. Nahean der Kugel war er so breit wie diese, aber nach dem Ende hin nahm er all-mählich ab. Sowohl die Kugel als der Schweif hatten ein weißes Licht, dieSpitze des letzteren war dunkelrot. Das Meteor wurde zu Mormes zuerst imScheitelpunkte gesehen und nahm seinen Lauf nordwärts. Nach einigen Se-kunden teilte es sich in mehrere, immer noch beträchtliche Stücke, welche inverschiedenen Richtungen nach dem Horizonte herabfielen. Sie erloschen inder Luft und nahmen im Fallen die rote Blutfarbe an, welche man an der Spitzedes Schweifes bemerkt hatte. Ungefähr drei Minuten nach dem Zerspringenhörte man ein schreckliches donnerähnliches Getöse, wobei zugleich der Erd-boden so heftig wie bei einem Erdbeben erschüttert wurde, Türen und Fensteraufsprangen und dergleichen mehr. Dieses furchtbare Getöse dauerte an vierMinuten und verlor sich in ein dumpfes Geräusch, welches sich längs der benach-barten Gebirgskette als dumpfer Widerhall zu verlieren schien. Zugleich ver-breitete sich ein starker Schwefelgeruch und erhob sich ein frischer Wind. Ander Stelle, wo die Feuerkugel verschwunden war, bemerkte man ein kleinesweißliches Wölkchen. Die Zeit, welche zwischen dem Zerspringen der Kugelund dem darauf folgenden Getöse verfloß, ließ auf die Entfernung des Meteorsschließen und man vermutete, daß es in einer Höhe von etwa acht Meilen zer-sprungen und die Trümmer vier Meilen von Mormes niedergefallen sein möchten.Bald ward diese Vermutung durch die Nachricht von einem Steinregen bestätigt,welcher um die nämliche Zeit zu Juliac und Barbotan, wovon jenes vier Stundennördlich, dieses fünf Stunden nordnordöstlich von Mormes lag, gefallen war. Ineiner kleinen Entfernung von Juliac mußte das Meteor wohl zersprungen sein,denn dort bedeckten die Steine in einem fast kreisförmigen Räume von ungefährzwei Meilen im Durchschnitt ein wenig bebautes Heideland, nur wenige warenbei einigen Häusern in Höfen und Gärten gefallen, mehrere aber hatten Bäumein den Wäldern niedergeschlagen. Ihre Schwere betrug zum Teil 18, 20 bis50 Pfund, ein gegen den Umfang sehr auffallendes Gewicht. Auswendig warensie mit einem verglasten, schwärzlichen Eisenkalk überzogen, inwendig hattensie ein grauliches Ansehen und viele kleine, glänzende, metallische Punkte.Am Stahl gaben sie Funken. Einige waren ganz verglast. Das Niederfallendieser Steine war mit einem starken Gezisch begleitet, so wie man auch beimLaufe der Feuerkugel ein Geräusch und Knistern gehört hatte. Dieses näm-liche Meteor wurde auch zu Bayonne, Auch, Pau, Bordeaux und Toulouse ge-sehen. Am letzten Orte erschien es nicht stärker als eine der größten Stern-schnuppen, man hörte aber auch hier nach dem Zerspringen ein donnerähn-liches, dumpfes Getöse. (Johann Gottfried Sommer, Gemälde der physischenWelt, 1826/1831.)

SÜDLICHES LICHT

Die Nächte in Italien haben mehr Mondschein als bei uns, was auch die Astro-nomie dagegen sagen mag, vielleicht weil schon das erste und das letzte Viertelso viel Licht ergießen, daß die Nacht für eine mondhelle gelten mag. In denganz dunkeln ziehen die Insekten ihre feurigen Ketten durch die Luft, vom

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